Willst du eine Webseite, die verkauft?

Dazu brauchst du Kunden!

Abonniere meinen kostenlosen Newsletter mit exklusiven Tipps und Angeboten rund um “Webseiten, die verkaufen”, Kundengewinnung, Verkaufsprozesse und Online-Marketing.
Als Willkommens-Geschenk erhältst du mein E-Book “10 Gesetze für Webseiten die verkaufen”.

Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Etwa 2-4 Mails im Monat. Ich analysiere meine Newsletter Kampagnen um dir nur relevante Informationen zu senden, detaillierte Information in der Datenschutzerklärung.

Online Coaching Business: Wie du deine Coachings mit deiner Webseite verkaufst

Inhaltsverzeichnis

So verkaufst du als Coach mit deiner Webseite

Als Webdesignerin habe ich in den letzten Jahren etliche Seiten für Coaches aus allen möglichen Bereichen erstellt. Fast alle Coaches, für die ich in den letzten Jahren eine Webseite erstellt habe, orientieren sich für Ihren Business-Plan vor allem an der Marburger Coaching Studie von 2016. Wenn man dieser Studie glauben darf, dann wächst der Coaching Bereich jedes Jahr um 10% und die Honorare sind in fünf Jahren um ein Drittel gestiegen.

Wenn man das glaubt, dann müssten doch alle Coaches in Deutschland in Saus und Braus leben, oder?

Ein double Check auf Instagram zeigt uns dann: Aber sicher ist das alles super easy mit dem Online-Coaching Business. Die Accounts sind top, Selbstdarstellung deluxe, eigener Online-Kurs inklusive.

Alles blinkt und glitzert……. Die Realität sieht oft anders aus. Die wenigsten Coaches können wirklich von ihrem Business leben. Die Online-Kurse sind gähnend leer und es gibt nur wenige, die wirklich regelmäßig volle Terminkalender haben.

Woran das liegt und warum ich der Meinung bin, dass die Marburger Studie nicht repräsentativ ist, erkläre ich in diesem Artikel.

Es gibt außerdem konkrete Hinweise, wie du deine Coachings über deine Webseite erfolgreich verkaufen kannst.

Definition Coaching 

Der Begriff Coaching wird inflationär gebraucht. Unter anderem auch für Training und Beratung, die gar nicht viel mit Coaching zu tun haben. Einen exzellenten Überblick gibt das Coaching Wiki-Projekt der Hochschule Fulda.

Der Begriff ‚Coach’ ist englisch und bedeutet eigentlich ‚Kutsche’ oder auch ‚Kutscher’. Es ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt, Coaching als Beförderungsmittel zu verstehen, mit dem sich Menschen auf den Weg machen und ein Ziel erreichen wollen. Der Kutscher (also der Coach) lenkt und betreut dabei die Pferde (Schiessler B. (2010) Was ist Coaching?. In: Coaching als Maßnahme der Personalentwicklung. VS Verlag für Sozialwissenschaften).

Gemäß dem DBVC (Deutscher Bundesverband Coaching) wird Coaching so definiert: „Coaching ist die professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung von Personen mit Führungs- / Steuerungsfunktionen und von Experten in Unternehmen / Organisationen. Zielsetzung von Coaching ist die Weiterentwicklung von individuellen oder kollektiven Lern- und Leistungsprozessen bzgl. primär beruflicher Anliegen.“

Einzelcoaching

Ein Coach arbeitet mit genau einem Coachee oder Klienten.

Der Coach kann gezielter auf den Klienten eingehen. Es ist zeitlich effektiv und vor allem für heikle Themen überaus gut geeignet. Er zahlt aber auch den Stundensatz komplett allein: Einzelcoaching ist teuer.

Gruppencoaching

Ein Coach arbeitet mit mehreren Coachees in einer Gruppe oder im Team. Der Stundensatz wird geteilt.

Als Coach hast du die Möglichkeit, dein Business zu skalieren. Teile deinen Stundensatz nicht gleichmäßig auf die Teilnehmer auf, sondern reduziere ihn nur. Damit es ein faires Angebot für alle Beteilgten bleibt, biete Mehrwert (ein Handbuch) und erhöhe so deinen Stundensatz deutlich.

Meist wird eine Lösung für ein gemeinsames Problem erarbeitet oder jeder arbeitet in der Gruppe an einem eignen Problem. Am besten aus einem vorher definierten Themenbereich.

Die Teilnehmer profitieren gemeinsam von allen Erfahrungen und Perspektiven. Sie können sich gegenseitig motivieren und ermutigen. Die Hemmschwelle, hier wirklich persönliche Probleme anzugehen ist jedoch sehr hoch.

Selbstcoaching

Anleitung, mit denen man Ziele ohne Coach erreichen kann.

Medien sind vor allem Bücher, E-Books und Online-Kurse. Aber auch YouTube und Podcasts bieten inzwischen gute Selbstcoaching Formate an.

Herausforderung ist eigentlich immer mangelndes Durchhaltevermögen. Darauf gehe ich später noch ein, wenn ich über Online-Kurse (auch eine Form des Selbstcoachings) spreche.

Definition Online-Coaching

Beim OnlineCoaching ist Anwesenheit nicht mehr erforderlich. Coach und Klient arbeiten virtuell über Internet-Medien (Business-Wissen).

Andere Begriffe dafür sind Web-Coaching, Remote-Coaching, virtuelles Coaching oder E-Coaching (Tele-Coaching, mobiles Coaching, Distance Coaching).

Der komplette Coaching Prozess kann über eine professionelle und sichere Online-Plattform abgebildet werden. Dafür kann man Zoom, Skype oder Microsoft Teams verwenden.

Wenn sowohl online als auch Offline gecoacht wird, spricht man vom Blended Coaching.

Datenschutz: Die große Stolperfalle im Online-Coaching

Wichtig hierbei ist, sich im Hinblick auf den Datenschutz klar zu machen, welche Daten anfallen und wie sie verwendet und gespeichert werden.

Online Coaching Vorteile 

Die Zeit und Kosten für Anreise entfallen komplett. Dadurch sind Coachings flexibler nutzbar und auch oft kurzfristig buchbar.

So werden auch kürzere Coachings rentabel.

Coaches können die Kunden sehr einfach im Alltag unterstützen. Früher war Coaching nur beim Coach in der Praxis denkbar.

Es gibt auch die Möglichkeit, über Messenger kurze Rückfragen oder Ermutigungen zu verschicken.

Online Coaching Nachteile

Nicht alle Coachees (und Coaches) kommen gut mit der Technik klar.

Als Coach fehlt die körperliche Präsenz im Raum. Die Nähe zum Coachee fehlt.

Körperspannung, Körpersprache, Blickkontakt, Bewegung und auch Berührung können nicht für das Coaching genutzt werden.

Ist Online-Coaching so effizient wie klassisches Coaching? 

Das kommt darauf an.

Es eigentlich hier wie überall: Wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Methoden und Techniken beherrscht werden, kann man Online-Coaching gewinnbringend für alle Beteiligten einsetzen.

Vor allem, wenn der Coaching Prozess gut durchdacht ist, kann man mit Blended Learning Formaten sogar bessere Ergebnisse erzielen als im klassischen Coaching vor Ort. So kann man zum Beispiel durch kurze Check-Ins nach dem Coaching einen Jojo-Effekt (kennt man von Diäten) vermeiden.

Diese Erkenntnis wurde für die E-Psychotherapie schon belegt.

Es macht einen Unterschied, ob der Austausch über Online-Medien vor, nach oder während des gesamten Therapiezeitraums stattfindet. Ein kontinuierlicher Kontakt – im Sinne einer Kombination aus vorherigem, prozessbegleitendem und abschließendem Austausch – schneidet am besten ab (Johansson, Robert & Andersson, Gerhard,2012. Internet-based psychological treatments for depression. In Expert Review of Neurotherapeutics, 7/2012, S. 861–870.)

Allerdings hängt das vor allem davon ab, wie medienaffin der Coach ist. Denn er muss bei einem Online-Coaching nicht nur durch den Coaching-Prozess führen, sondern auch sehr genau vorgeben, welche Medien zu welchem Zeitpunkt gemeinsam genutzt werden.

Zum Weiter lesen:

Wenn du dich weiter über Online-Coaching informieren willst, empfehle ich “Online-Coaching” von Elke Berninger-Schäfer* und “Qulität im Coaching” von Claas Triebel* außerdem das “Mini-Handbuch Coaching und Digitalisierung” von Britt Wrede*.

Was macht einen gutes Online-Coaching Angebot aus

Ein gutes Angebot ist glasklar formuliert

Ein gutes Angebot fasst steht auf drei Säulen:

  • Was bist du für ein Coach
  • Was hast du für eine Zielgruppe
  • Was löst du für ein Problem

Wenn du die drei Fragen beantworten kannst, dann ist dein Coaching-Angebot speziell genug, um es auch gut verkaufen zu können.

1. Was bist du für ein Coach? 

In welchem Umfeld arbeitest du mit deinen Coachees?

Online Business Coach

Du wirst von Firmen gebucht, Führungskräfte zu coachen. Hier gibt es die höheren Stundensätze. Aber mit großer Macht kommt auch große Verantwortung. Meine Erfahrung zeigt, dass der Arbeitsauftrag hier immer wieder lautet: „Die Führungskräfte müssen funktionieren. Hier ist Geld – reparier die mal.“ Man spricht hier auch vom Performance Improvement Coaching.

Online Life-Coach

Du wirst von Endverbrauchern gebucht (Achtung: Strengere Auflagen für das Verkaufen im Internet). Bei was oder mit welchem Ziel bleibt dir überlassen.

Oft coachst du trotzdem Führungskräfte. Aber eben in eigenem Interesse. Das macht auch Sinn, denn Coachings sind in Umbruchsituationen besonders wirksam. Es kann aber auch um private Themen gehen.

Life-Coaching ist im Gegensatz zur Therapie oder der Seelsorge zielorientiert und vorwärtsgerichtet. Es bietet vor allem Hilfe zur Selbsthilfe an (Wiki der Hochschule Fulda)

Der Begriff Life-Coach ist nicht geschützt. Im Prinzip darf sich jeder so nennen. Die Qualität der Coaches ist entsprechend unterschiedlich. Es reicht von Profis mit psychologischem Studium und mehreren Ausbildungen bis hart an die Grenze zur Scharlatanerie.

Mit welchen Methoden oder nach welchem System arbeitest du? 

Auch hier kannst du dich als Coach noch mal mehr profilieren. Ich will hier aber nicht den Rahmen sprengen.

2. Was hast du für eine Zielgruppe? 

Die Coaches, die ein erfolgreiches Online-Coaching Business aufgebaut haben, sind Experten auf ihrem Gebiet. Sie sind NICHT Experten auf allen Gebieten.

Ich verstehe jede Gründerin, die zu mir kommt und Bedenken hat, dass sie „Geld auf der Straße liegen lässt“, wenn sie sich für ein Fachgebiet entscheidet. Denn tatsächlich fühlt es sich oft so an.

Aber: Coaching ist eine erklärungsbedürftige Dienstleistung. Meine Erfahrung als Webdesignerin zeigt mir, dass sich so eine Dienstleistung am besten über Vertrauen verkaufen lässt. Das ist übrigens unabhängig davon, ob es sich um Life-Coaching oder Business-Coaching handelt.

Wem würdest du wohl am meisten vertrauen? Einem absoluten Experten , der sich mit deiner Situation auskennt?

Ich mache ein paar Beispiele:

Online Fitness Coach
Ein Personal Trainer oder Fitness Coach ist nicht nur dafür zuständig einen individuellen Trainingsplan zu erstellen, es geht vielmehr um die Verbindlichkeit und Motivation.
Zielgruppe sind Menschen, die Sport treiben wollen.
Bsp: Julia Bravo, Sabine Mauersberger

Online Foto Coach
Fotografieren will gelernt sein. Es gibt auch hierfür Coaches und Trainer.
Zielgruppe: Menschen, die fotografieren lernen wollen.
Bsp.: Katja Heil, Corinna Gissemann

Online Eltern Coach
Eltern Coaches unterstützen ihre Coachees dabei, ihre Kinder groß zu bekommen.
Zielgruppe: Eltern.
Bsp: Juli Scharnowski, Kathy Weber, Heike Hahn, Nicola Herrmann

Online Abnehm-Coach
Der Speck muss weg und das mit professioneller Unterstützung.
Menschen, die abnehmen wollen.
Bsp: Stefanie Rabe , Steffi Hacker

Nimm die Abkürzung: Wähle ein Zielgruppe, die auch genug Geld für dein Coaching hat

Das sehe ich immer wieder. Und hier kannst du schon von Anfang an die Weichen so stellen, dass du am Ende auch von deinen Coachings leben kannst.

Mache dir detailliert Gedanken darüber, wie deine Coachings im Verhältnis zur finanziellen Situation deiner Zielgruppe stehen. Für einen Bereichsleiter im großen Konzern ist 300 Euro Coaching im Monat kein Ding. Für eine alleinerziehende Mama, die an der Supermarktkasse arbeitet, aber sehr wohl.

Es ist ein einfacher Dreisatz: Denke mal zu Ende durch, wie viele Stunden du im Monat coachen musst, um wirklich davon leben zu können UND wie viele Kunden du finden musst. Wende dabei auch deinen gesunden Menschenverstand an 😉

3. Was löst du für ein Problem?

Jetzt wird es mit deinem Angebot schon konkreter. Denn du löst nicht ALLE Probleme deiner Zielgruppe. Du löst EIN Problem deiner Zielgruppe. Die Positionierung wird noch spitzer. Die Zielgruppe noch kleiner.

Kein Mensch weltweit bezahlt für Online-Coaching Sessions. 

Es zahlt auch keiner dafür, eine Stunde beim Zahnarzt gepiesackt zu werden. Die Menschen zahlen für gerade Zähne ohne Löcher.

Wie geht es deinen Kunden VOR der Arbeit mit dir und wie geht es ihnen hinterher?

Ich mache die selben Beispiele noch mal:

Online Foto Coach
Katja Heil coacht kleine inhabergeführte Unternehmen darin, gute Produktfotos zu machen. Nach dem Coaching können sie ihre Produkte damit über Social Media verkaufen.

Online Eltern Coach
Juli Scharnowski coacht Eltern darin, so gut für sich selbst zu sorgen, dass der Rest ein Klacks ist.
Kathy Weber erleichtert überforderten Familien den Umgang miteinander.
Heike Hahn coacht Familien mit ADHS Kind darin, die Diagnose als besonderes Talent anzunehmen.
Nicola Herrmann coacht Eltern dabei, ihre Kinder zuckerfrei zu ernähren. Nach dem Coaching gibt es keine Kämpfe am Esstisch mehr. Zuckerfreie Ernährung fühlt sich spielerisch leicht an.

Ein gutes Online-Coaching Angebot grenzt deine Zielgruppe soweit ein, dass es fast schon zu wenige sind, um davon leben zu können. Erst wenn du in dieser kleinen Gruppe die absolute Expertin bist, kannst du langsam anfangen, zu wachsen.

Nimm die Abkürzung: Wähle ein Problem, für das deine Zielgruppe auch Geld zahlen würde

Es gibt einen Unterschied zwischen

  • Was der Kunde will (und auch wofür er bereit ist zu zahlen) und
  • Was der Kunde braucht (und was sein Problem nachhaltig löst)

Wenn du dein Angebot erstellst, dann solltest du das mit bedenken.

Dein Angebot kann hervorragend sein. Zielgruppe spitz und das Problem ist wirklich bedrückend. Wenn es gelöst ist, ertönen Engelsfanfaren am Himmel und deine Kunden sind endlich bereit, ihr bestes Leben zu leben….. Aber wenn sie nicht bereit sind, dafür auch Geld zu bezahlen, dann bringt dir das gar nichts. Dann musst du ein anderes Problem für Geld lösen.

Sonst hast du ein Hobby, kein Online-Coaching Business.

Klartext: 1:1 oder Online-Kurs

Es ist verlockend: Direkt mal das eigene Online Coaching Business skalieren und mit Online-Kursen reich werden.

Hier muss ich mal Realität einstreuen: Hat noch bei keinem meiner Kunden im ersten Jahr geklappt!

Online-Kurse sind die Königsdisziplin im Coaching.

Ich meine dabei nicht die Konzeption. Das schütteln alle angehenden Coaches aus dem Ärmel. Die meisten sind studiert und hervorragend ausgebildet.

Ich rede hier auch nicht davon, ein paar Videos zu drehen und die Kursunterlagen mit Canva zu erstellen. Auch das ist eine durchaus lösbare Aufgabe.

Es geht mir dabei auch nicht darum, den Kurs in ein Online-Kurssystem hochzuladen. Wenn du dich für einen professionellen Anbieter wie Elopage* entscheidest, ist das auch schnell erledigt.

Das ist alles ein Projekt für sich und kostet ein bisschen Zeit und gegebenenfalls Nerven.

Du musst Kunden für den Online-Kurs finden

Und zwar so viele Kunden, dass das Businessmodell am Ende auch aufgeht.

Sei nicht naiv: Stell dir die Uhr und tracke die Zeit, die du für die Konzeption, Erstellung und Vermarktung deines Online-Kurses benötigst und setze das mal im Verhältnis zum Erlös (nicht Umsatz!!!!).

Spätestens, wenn man diese Rechnung aufmacht, ist 1:1 Coaching für die meisten Coaches in den ersten Jahren viel lukrativer.

Unterschätze nicht, wie viel Zeit ein Online-Kurs frisst

Der Cash-Flow bei Online-Kursen ist ein komplett anderer als bei 1:1 Coaching. Für einen Online-Kurs brauchst du Rücklagen! Denn nur dann kannst du es dir leisten, während deiner Arbeitszeit unbezahlt deinen Kurs zu erstellen. Später, wenn der Kurs erfolgreich war, bekommst du das Geld zurück. Vielleicht!

Wenn der Kurs floppt, eben nicht. Dann sind deine Rücklagen weg.

Einen Online-Kurs dauerhaft „nebenbei“ zu machen ist eine Milchmädchenrechnung, die nie aufgeht.

Das havariert jedes mal. Ergebnis: unzufriedene Teilnehmer. Oder Burnout. Habe ich beides schon gesehen.

Nimm die Abkürzung: Coache 1:1

Denn genau das ist die Basis für deinen Online-Kurs. Der kommt ganz von alleine.

Wenn du deine Zielgruppe und das Problem gut eingegrenzt hast, dann suche dir einfach immer wieder neue Kunden. Je mehr du systematisch auf diesem Gebiet coachst, desto besser wird später (!!!) dein Online-Kurs.

Das ist der Praxistest für dein Konzept. Im besten Fall entwickelst du auf diese Weise sogar eine eigene Methode, die du später im Online-Kurs anwenden kannst.

Bereite dich darauf vor, denn für einen Online-Kurs brauchst du Rücklagen. Also fang an, welche dafür zu bilden. Dann wird die Erstellung deutlich stressfreier.

Erst, wenn du so viele Kundenanfragen für dein 1:1 Coaching hast, dann (und nur dann!!!) ist es Zeit für einen Online-Kurs.

Hier ist die ultimative Checkliste, wann es Zeit für einen Online-Kurs ist

  • Du hast deine Zielgruppe und das Problem sauber eingegrenzt
  • Du hast ein Konzept ausgearbeitet, wie das Problem zu lösen ist
  • Du hattest schon mehr als 10 zahlende Kunden (zum vollen Preis), an denen du das Konzept erfolgreich angewendet hast
  • Hast du so viele Anfragen, dass du mit 1:1 Coaching nicht hinterher kommst?
    Konkreter: Du hast mindestens 1000 Follower auf irgendeinem Social Media Kanal oder mindestens noch mal 5 Interessenten in der Pipeline, die nur darauf warten, dass du endlich startest.

Die ultimative Geheimzutat für dein Online-Coaching Business

Ich verrate es dir: Du brauchst einen hervorragenden Verkaufsprozess.

Definition Verkaufsprozess

Dein Verkaufsprozess ist ein Schritt-für-Schritt-Plan, der detailliert beschreibt, was alles passieren muss, bis ein Interessent zum zahlenden Kunden wird. Und zwar vom Erstkontakt bis zur Weiterempfehlung.

Und dieser Verkaufsprozess muss sitzen.

Dein Verkaufsprozess ist die Choreografie, die du für deine Kunden tanzt. 

Dein Verkaufsprozess ist der Rahmen, der dir Halt gibt, um hervorragende Ergebnisse mit deiner Arbeit zu erzielen.

Dein Verkaufsprozess sorgt dafür, dass deine Kunden die Ergebnisse mit Leichtigkeit erzielen. Denn es ist leicht, bei dir einzukaufen. Es ist ein Erlebnis und es macht im besten Fall auch Spaß.

Erstelle deinen Verkaufsprozess mit großer Sorgfalt und viel Liebe, denn wenn du deine Coachings online verkaufst und durchführst, kannst du Fehler im System nicht durch Präsenz ausgleichen.

Welche Tools ich als Webdesigner empfehle

Die Basis einer erfolgreichen Selbständigkeit (ob als Online-Coach oder Schreiner) sind deine Finanzen. Die müssen stimmen.

Mit einem Firmenkonto wie Kontist* hast du deine Finanzen immer im Blick. Hier werden Umsatz und Einkommenssteuer automatisch abgezogen und du siehst sofort, wie dein Kontostand wirklich aussiehst. In Verbindung mit Lexoffice kannst du auch. Gleich deine Rechnungen schreiben und die Buchhaltung vorbereiten.

Damit Geld auf dein Kontist-Konto kommt, musst du auch welches verdienen. Verzettel dich nicht und behalte deine Overheadkosten im Blick. Such dir eine App, mit der du deine Stunden tracken kannst. Schreibe auf, wie viele Stunden du bezahlt und unbezahlt arbeitest und schau, dass die unbezahlten Stunden nicht permanent mehr werden. Verlier dich nicht in Details und mess nicht alle Tätigkeiten einzeln. Nur bezahlt/unbezahlt (glaub mir einfach).

Investiere in deine Webseite. Hier habe ich zusammengefasst, was eine Webseite dich wirklich kostet.

Eine gute Webseite kannst du als Basis nutzen, um hier deine Online-Coachings zu verkaufen.

Dafür empfehle ich dir ein Terminbuchungstool. Das kannst du auch schon für Vorgespräche nutzen.

Nutze eine gute Webcam für deine Online Coachings und kauf dir ein Mikrofon oder Headset mit hervorragender Tonqualität. Schlechter Ton ist unfassbar schwer zu ertragen.

Hör „A Prosperous Coach“ bei Audible. Denn die gedruckte Version ist preislich irgendwie eskaliert. Falls du lieber liest: KAUFEN!!! Das ist das beste Buch, was es für Coaches gibt.

That’s it. Mehr brauchst du als Coach nicht. 

Halte deine Kröten zusammen und konzentriere dich auf das Wesentliche: coachen!

Falls du aber noch ein bisschen was extra investieren willst, dann empfehle ich dir meine Equipment-Liste.

Verkaufe dein Online-Coaching Angebot mit deiner Webseite

Setz dein Angebot auf die Startseite. Suche dir dafür das mit der größten Marge aus.

Als Coach weißt du sicher wovon ich spreche, wenn ich sage

„where Attention goes, Energy flows“ (Tony Robbins).

Geld ist Energie. Und die muss fließen, wenn du dein Online-Coaching verkaufen willst 😉

Übernimm die Führung: Nutze einen klaren Call to Action.

„Jetzt Vorgespräch vereinbaren“, „Heute noch zurück rufen lassen“… je klarer, desto besser!

Zeige Benefits, keine Features

Benefit = Nutzen
Was hat dein Kunde davon, wenn er dein Online-Coaching kauft? Was kann er hinterher? Wie fühlt er sich hinterher?

Features = Bestandteile
17 Seiten Workbook, 60 Minuten Einzelcoaching, 4 geführte Meditationen und ein Lutscher

Die Features sind wichtig für dich. Das sind alles Dinge, die du bereit stellen musst. Aber es ist auch hier wie beim Zahnarzt: Deine Kunden wollen schöne Zähne. Keinen 6er Bohrer, 3g Füllmaterial, 4 Tupfer und 1 Becher zum Mund ausspülen.

Baue Vertrauen auf! 

Ich wiederhole mich einfach noch mal: Coaching ist eine erklärungsbedürftige Dienstleistung.

Meine Erfahrung als Webdesignerin zeigt mir, dass sich so eine Dienstleistung am besten über Vertrauen verkaufen lässt. Das ist übrigens unabhängig davon, ob es sich um Life-Coaching oder Business-Coaching handelt.

Nutze vertrauensbildende Maßnahmen wie

Je mehr Vertrauen du aufbauen kannst, desto besser wirst du deine Coachings verkaufen.

Wenn du ganz detailliert wissen willst, wie ich Webseiten erstelle, die verkaufen, kannst du mein Buch lesen.

Verkaufe aktiv

Bei 90% aller Coaches im ersten Jahr ist die Webseite exorbitant wichtig. Allerdings nicht für den Verkauf, sondern eher für die Post Mortem Analyse.

Bedeutet, jemand muss deine Kunden davon überzeugen, dass sie dich buchen sollen. Das kannst du sein (persönlich oder auf Social Media), das kann aber auch ein Kollege sein, der dich weiter empfiehlt.

Bereits jetzt wird dein Kunde sich für oder gegen dein Online-Coaching entscheiden (Bauchgefühl).

Erst nachdem die Entscheidung gefallen ist, geht er auf die Webseite, um herauszufinden, ob du wirklich der richtige bist. Jetzt braucht es rationale Argumente, um eine Bauchentscheidung auch zu rechtfertigen.

Falls du schon mal abends nach einer Verkaufsveranstaltung deinem Mann erklärt hast, warum ihr einen Thermomix braucht, weißt du genau, was eine Post-Mortem Analyse ist 😉

Und wenn deine Argumente gut sind, dann wird der Kaufen Button geklickt.

So viel dazu, was auf die Webseite muss. Aber bitte mach dir bewusst, das das vor allem eins bedeutet:

DU MUSST AKQUIRIEREN! 

Wenn du deine Coachings nicht verkaufst, dann wird es kein anderer tun.

Wenn du nicht gut im Vertrieb bist, dann wird dir auch deine Webseite nicht helfen können.

Es ist fahrlässig, deine Coachings als frisch gebackener Coach mit Online-Marketing zu verkaufen. Denn dafür brauchst du einen Hebel: Die macht der großen Zahlen.

Einen großen Social Media Kanal, eine Newsletter-Liste…. Blogartikel, die gut ranken und dir regelmäßig viel Traffic bringen oder laufende Facebook oder Google-Ads.

Genau diese Voraussetzungen haben aber die meisten Coaches nicht. Noch nicht mal ansatzweise.

Schamberger-Regel 

Du kannst als guter Verkäufer 1 Euro Umsatz pro Insta Follower pro Monat machen. 

So kannst du auch mit kleinen Kanälen schon Geld verdienen. Aber dafür musst du aktiv verkaufen. Wie das geht kannst du in meinem Online-Kurs „Verkaufen über Social Media“ lernen.

Aber verkaufen liegt nicht jedem und da liegt tatsächlich das eigentliche Problem.

Denn wenn du keine Besucher auf deine Webseite bringst, kannst du dort noch so überzeugend sein…. 0 von 0 ist immer 0.

Der Coaching Markt – aus meiner Sicht

Der deutsche Coaching Markt ist so ein Thema für sich 😉

Coachen darf jeder

Coach und auch Coaching sind keine geschützten Begriffe, was dazu geführt hat, dass der Markt recht unübersichtlich ist. Eine Ausbildung ist nicht erforderlich.

Qualitätskriterien für eine Coaching-Ausbildung gibt es keine

Es gibt in Deutschland mehr als 300 Coaching Ausbildungen und dann ist da ja auch noch der amerikanische Markt 😉
Die Preise und Konzepte sind vielfältig und hier ist von der kompakten 2 Tage Blitz-Ausbildung bis hin zu mehrmonatigen Konstrukten alles möglich. Auch preislich gibt es hier für jeden das passende Angebot.

Die Mitgliedschaft in einem Coaching Verband allein ist noch lange kein Qualitätskriterium für eine Ausbildung. Denn die Liste der in Frage kommenden Verbände ist lang. Wie soll man als Endverbraucher (also zukünftiger Coach) da in angemessener Zeit einen Überblick erlangen?

Seit ca. 2018 gibt es die Coaching Ausbildung bei der IHK (oder mit IHK Zertifikat). Ein Anzeichen für mich, dass Coaching im Mainstream angekommen ist. Zumindest hier kann man davon ausgehen, dass man zumindest methodisch gut ausgebildet wird.

Was fast allen Ausbildungen fehlt

Die Vorbereitung auf die Arbeit als Coach. Alle Befragungen und Studien zeigen: Coaches arbeiten hauptsächlich freiberuflich. Das bedeutet “Coach sein” umfasst noch eine ganze Menge mehr als die Arbeit am Klienten.

Meine Erfahrung zeigt mir, dass unabhängig vom Ausbilder alle Coaches vor den gleichen Problemen stehen:

  • Wie rechne ich ab? Mit welchem Programm schreibe ich Rechnungen?
  • Welches Konto nutze ich als Freiberufler (wenn du mich fragst: Kontist*)
  • Gibt es überhaupt Steuerberater, die das Geschäftsmodell “Online-Coach” verstehen?
  • Was muss auf die Webseite?
  • Welcher Fotograf erstellt mir hochwertige Branding-Fotos, mit denen ich meine Coachings hochpreisig verkaufen kann?
  • Soll ich ein Terminbuchungstool nutzen? Wenn ja welches?
  • Sollen meine Kunden bei der Buchung bezahlen und brauche ich dafür einen eigenen Online-Shop?
  • Auf welche Plattform soll mein Online-Kurs?
  • Muss ich Werbung machen? Wo muss ich Werbung machen? Was kostet mich das?
  • Wie funktioniert Social media? Was muss ich da posten?

Alle diese Fragen sind nach einer “normalen” Coaching Ausbildung unbeantwortet. Zusatzmodule, die diese Fragen beantworten gibt es kaum.

Coaches müssen ins Coaching

Voraussetzung dafür, erfolgreich als Coach zu arbeiten ist, dass man die eigenen Themen mal ordentlich aufgeräumt hat.
Ich sag das mal extra dazu. Denn auch das wird in den Ausbildungen nicht abgeprüft oder “bearbeitet”. Oftmals ja noch nicht mal angesprochen.

“In der Krisenintervention haben wir immer gesagt: Du musst selbst stabil sein, um andere in die Stabilität zu bringen. Das ist kein „gemeinsam schaffen wir das“. Das ist ein: Ich bin jetzt für Sie da.” Christina Sperling, 6 Jahre Erfahrung in der Krisenintervention bei den Maltersern.

Der Coaching Markt ist voll von weiblichen Life-Coaches mit “Helfersyndrom”, die selbst im Coaching eine Transformation durchlaufen haben und jetzt genau diese Transformation auch ihren Leidensgenossinnen ermöglichen wollen. Ein herrliches Schneeballsystem. Die Blase muss ja irgendwann platzen.

Gerade wenn das der Fall ist, empfehle ich einen Blick auf das eigene “Warum” und eine Runde Coaching zu “soll ich jetzt mein Leben über den Haufen werfen und Coach werden?”.

Denn was hier oft nicht bedacht wird, ist die Arbeit, die ein Online-Coaching-Business tatsächlich macht. Vertrieb, Buchhaltung, Social Media uvm. Diese Coaching-Karrieren verlaufen sich nach zwei bis drei Jahren häufig im Sand.

Coach wird man auf dem zweiten Bildungsweg

“Hinsichtlich der beruflichen Entwicklungsphase befanden sich die meisten Personen in einer Etablierungsphase. Für die Weiterbildung interessieren sich überwiegend hochqualifizierte, beruflich und finanziell höher positionierte Personen. ” (Stelzner, S., Bachmann, T. Wer interessiert sich für eine Coachingweiterbildung?.Organisationsberat Superv Coach 25, 203–220 (2018). https://doi.org/10.1007/s11613-018-0552-6)

Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Die meisten Coaches arbeiten erst recht erfolgreich nach dem Studium in größeren Unternehmen und coachen nebenbei, bevor sie sich in eine hauptberufliche Selbstständigkeit trauen.

Vonwegen Online-Coaching Boom: Präsenzcoaching bevorzugt

Zumindest erhält man den Eindruck, wenn man sich die vorhandenen Befragungen anschaut.

Es gibt eine Befragung von 2017 mit insgesamt 408 Coaches. Leider wurde die Auswertung auf 266 reduziert, da die restlichen Coaches nicht im Business-Segment arbeiten. Bevorzugte Coaching-Methode der Befragten ist Face-to-Face (99%). Danach kommt Telefon (65%) und Mobiltelefon (49%). Der Artikel, auf den ich mich beziehe, ist im Coaching Magazin erschienen. Eine Publikation der Rauen Group, um Dr. Christopher Rauen, die auch Business Coaches ausbildet.

Schaut man sich allerdings die Studie von Middendorf aus 2016 an, sehen die Ergebnisse ähnlich aus (Middendorf, Jörg (2016). 14. Coaching-Umfrage Deutschland 2015/2016. Büro für Coaching und Organisationsberatung). Auch Jörg Middendorf bildet Business-Coaches aus.

Allerdings bilden beide Befragungen nicht den deutschen Coaching Markt ab. Beide Befragungen sind nicht unabhängig, sondern von Anbietern einer Business-Coaching Ausbildung in Auftrag gegeben und bei Rauen sind die Antworten außerhalb des Business Segments (über 1/3) nicht berücksichtigt.

Schaut man sich noch mal den konservativ geprägten Business-Coaching Markt an (zu dem es wirklich viel mehr Literatur gibt), dann kann man unter anderem entdecken, dass die Form des Coachings (also Online oder Präsenz) meistens vom Auftraggeber vorbestimmt wird. (Barth, H., Bachmann, T. Wie digital sind Coaches? Organisationsberat Superv Coach 26, 379–394 (2019).)

Ich mag auch die Erklärung von Professor Dr. Harald Geißler, der in seinem Artikel im Coaching Magazin darauf eingeht, was die Gründe dafür sein könnten:

  • Im Präsenzcoaching kann man Tagessätze abrechnen, Reisekosten werden von den Firmen übernommen (Online-Coachings können kaum tageweise stattfinden)
  • Online-Coaching wurde bisher kaum nachgefragt (sh. Barth/Bachmann)
  • Online-Coachings erfordern Medienkompetenz. Diese Kompetenzlücke zu füllen, kostet Geld und Zeit.

Schaut man sich den Coaching Markt in 2020 an, zeigt sich genau das. In den konservativen Bereichen, in denen jetzt lange Jahre Business-Coachings als Präsenz-Termin statt gefunden hat, gab es erhebliche Einbrüche.

Coaching Ausbildungen, die als Präsenzveranstaltungen konzipiert waren, wurden abgesagt.

Meiner Erfahrung nach hat sich Online-Coaching schon lange vor Corona durchgesetzt. 

Zumindest in weiten Teilen des Life-Coaching Bereichs. Hier gab es auch kaum Einbrüche.

Ich freue mich jetzt schon auf die nächste RAUEN-Studie, die schon geplant ist und die zeigt, wie sich die Corona-Pandemie inklusive Kontaktbeschränkungen auf den konservativen Business-Coaching Markt ausgewirkt hat 😉

Eine Marktanalyse gibt es nur für den Business-Coaching Markt

Es gibt im Prinzip nur wenige Studien und die bilden lediglich den Business-Coaching Markt ab. Statista hilft hier auch nicht wirklich weiter.

Die Marburger Coaching Studie ist meines Erachtens nach wenig repräsentativ. Die Erhebung fand 2009 bis 2016 statt und bezieht sich lediglich auf das Business-Coaching Segment.

Was mir an der Marburger Studie auffällt:

  • Die befragten Coaches sind im Durchschnitt 52 Jahre und habe 13 Jahre Berufserfahrung. Hier wurden also „gestandene Coaches“ befragt.
    Alte Hasen, die sich etabliert haben. Das kann einem Berufsanfänger sehr wohl als Benchmark dienen, aber vielleicht nicht als Branchenschnitt herhalten.
  • 37% der Coaches gaben an, Coaching auch in anderen Sprachen (also englisch) anzubieten. Ich schlussfolgere daraus, dass sie für internationale Konzerne tätig sind.
  • Die Grundgesamtheit wird in jeder Erhebung kleiner. Von 1090 befragten Coaches in 2009 bleiben in 2016 nur noch 378 übrig.
    Was ist mit den anderen passiert? Sind sie überhaupt noch als Coach tätig?
  • Die Studie wurde nach 2016 nicht wiederholt.
    Die IHK Coaching Ausbildung ist allerdings erst in 2018 gestartet (für mich ein Indikator dafür, dass Coaching auch im Mainstream angekommen ist).
  • Der Anteil der Coaches, die auf Social Media aktiv werden steigt (für das Durchschnittsalter ist das bemerkenswert). Marketing wird als wichtig erachtet.
  • Gleichzeitig beantworten die Befragten Unternehmen (Auftraggeber), dass sie Empfehlungen als sehr wichtig (80%) oder wichtig (18%) erachten. Was das für den Aufbaue der eigenen Webseite bedeutet, darauf gehe ich später ein.
  • Die Haupt-Auswahlkriterien für die Auswahl eines Coaches sind: Ausbildung, Berufserfahrung, Referenzen. 
  • Die befragten Coaches hatten 2015 im Schnitt 29 Aufträge. Es handelt sich also um Coaches, die im Premium-Segment intensiv im 1:1 mit ihren Kunden arbeiten.
  • Der durchschnittliche Brutto Stundensatz 2015 beträgt 214 Euro. Das durchschnittliche Tageshonorar 1510 Euro.
  • Der durchschnittliche Jahresumsatz mit Coaching lag in 2015 bei 38.318 Euro. Und das bei erfahrenen Coaches, die im Premium-Segment arbeiten. Selbst diese Coaches können nicht allein vom Coaching leben und haben andere Einkommensquellen (meist Training und Beratung).

Es gibt noch eine zweite Studie, die von meinen Kunden zitiert wird: Die RAUEN Coaching-Marktanalyse 2020, die einen Überblick über den Business-Coaching Markt vor Corona geben soll. Die Stichprobe der 550 Befragten ist ähnlich erfahren wie die der Marburger Studie (Alter und Berufserfahrung passen fast genau). Die Studie ist eine Publikation der Rauen Group, um Dr. Christopher Rauen, die auch Business Coaches ausbildet.

Was mir an der RAUEN Studie auffällt:

  • Die Grundgesamtheit ist ähnlich der Marburger Studie: Durchschnittsalter 54 Jahre bei 13 Jahre Berufserfahrung als Coach.
  • Coaches sind gut ausgebildet. 86% der Coaches sind Akademiker.
    Mehr als 80% der befragten Coaches haben sich zudem in den letzten 12 Monaten fortgebildet (im Schnitt 128 Stunden). Dabei vor allem im systemischen Bereich.
  • Die Trendthemen wie Agilität, positive Psychologie oder Digitalisierung fallen dabei hinten runter. In der Interpretation wird das so erklärt, dass es wohl noch dauert, bis diese Themen für Coaches interessant sind.
    Meine Meinung dazu: Hier wurde nicht repräsentativ befragt (was sich später auch im Anteil der vor Ort Coachings im Verhältnis zu Online-Coachings widerspiegelt).
  • Die meisten Coaches arbeiten als Freiberufler (57%). Danach kommen die Selbständigen mit Mitarbeitern (12%) und die nebengewerblichen Coaches (12%).
  • Der durchschnittliche Stundensatz liegt bei 170 Euro netto. Je professioneller ein Coach aufgestellt ist, desto höher ist sein Honorar: Selbständig mit Mitarbeitern: 240 Euro, Freiberuflich: 184 Euro, Nebengewerblich: 140 Euro. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
  • Das Coaching Honorar steigt außerdem mit der Berufserfahrung als Coach, was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt.
  • In der Rauen Studie wurde ein deutliches Gender Pay Gap festgestellt. Das Bruttojahreseinkommen der männlichen Coaches lag 19% über dem der weiblichen und der Stundensatz war 11% höher.
  • Die Arbeit mit Kunden aus dem Top-Management ist deutlich lukrativer als die Arbeit mit Privatkunden: Stundensatz 245 / 115 Euro bzw. Jahreseinkommen von 141.726 / 66.495 Euro. Auch das deckt sich mit meinen Erfahrungen aus der Praxis.
  • Coaches, die in einem Coaching Verband Mitglied sind, arbeiten tendenziell eher mit dem Top-Management. 
  • Die befragten Business-Coaches arbeiten im 1:1 mit ihren Coachees (67%).
    Team- und Gruppen-Coachings sind dagegen nur ein kleiner Anteil (23%).
  • Spannend wird es in den Formaten: 75% dieser Coachings finden als Präsenzveranstaltung im Gespräch statt.
    Nur 10% als Telefonat und 8% über eine Videokonferenz.
    Hier zeigt sich, wie konservativ die Stichprobe gewählt wurde. Dieses Abbild deckt sich schon zu Beginn 2020 nicht mit meinen Erfahrungen und dürfte sich im letzten Jahr sogar bei den älteren Herren in den Chefetagen deutlich verändert haben 😉
  • Die befragte Durchschnittscoach der Rauen-Studie hat 22 Coaching Fälle mit je 12 Stunden. Allerdings gibt es gerade in dieser Frage viele Ausreißer nach oben und unten (also es gibt auch viele Coaches, die mit kurzen Einzelmaßnahmen und vielen Klienten arbeiten genau so wie Coaches, die mit sehr wenigen Klienten sehr viele Stunden verbuchen).
  • Mit 27% der Arbeitszeit macht Coaching den Großteil der Arbeitszeit aus (danach kommen Training und Beratung).
  • Nur 17% der befragten Coaches sind 50% oder weniger berufstätig.
    Da meiner Erfahrung nach die meisten Coaches weiblich sind, deckt sich das nicht mit der Lebensrealität. Denn Frauen bekommen Kinder und stecken dafür beruflich zurück.
    Gerade das letzte Jahr hat uns sehr deutlich gezeigt, wer in Deutschland für die Care-Arbeit verantwortlich ist. Da die befragten im Schnitt über 50 sind, kann das schon wieder hin kommen (da sind die Kinder schon größer) aber, der Durchschnitt könnte gegebenenfalls doch ganz anders aussehen.

Steuerberater für ein Online-Coaching-Business: Mangelware

Aber wie soll man einen guten Steuerberater für Online-Coaches finden?

Ich habe seit 2017 jedes Jahr den Steuerberater gewechselt. Immer dann, wenn ich gemerkt habe, dass ich mir meine Fragen selbst beantworten muss. Denn es ist schwer, einen Steuerberater zu finden, der das Geschäftsmodell “Online-Coaching-Business” versteht.

Ich hätte mir einen Steuerberater gewünscht, der mit für die FiBu und in Steuerfragen viele Umwege erspart. 

Was ich inzwischen gelernt habe: Nicht jede Kursplattform ist so attraktiv, wie es erscheint. Zumindest nicht, wenn man die Zeit mit einrechnet, die man braucht, um am Ende alles steuerlich zu erfassen, was dieser eine Sale in ein “nicht-EU-Land” steuerlich auslöst. Nimm die Abkürzung: Stell überall “nur Deutschland” ein und nutze für alles andere Digistore.

Diese Info hat mir keiner der Steuerberater gegeben, die ich bisher beauftragt habe. Schade!

Welche Tools kann ich nutzen, um meine Abrechnung und Finanzubuchhaltung zu automatisieren? Tipps dazu habe ich von Kontist* bekommen (meiner Bank). Nicht von meinem Steuerberater. Von keinem.

Wie nutze ich meine FiBu Berichte, um das Online-Marketing in meinem Online-Coaching-Business auf die nächste Stufe zu bringen: Auch hier Fehlanzeige.

Fragen, die du deinem Steuerberater im Onboarding stellen solltest

  • Wie viele Online-Coaches hast du im Kundenstamm?
  • Wie viele Steuerprüfungen dazu gab es schon?
  • Welche Tools werden genutzt?
    (Wenn die Antwort “Keine” ist, sofort auflegen)
  • Wie ist das denn mit Paypal?
  • Wenn du die Buchhaltung abgibst:
    Wie wird sicher gestellt, das du zu jeder Zeit Überblick über deinen Finanzen hast?
    Wie läuft das Mahnwesen?
    Musst du zusätzlich Excel Tabellen führen, um da den Überblick. zu behalten (sofort auflegen!!!)?

Sollte es gute Kanzleien für Online-Coaching-Business geben, werde ich hier gern ergänzen. Ich teste auch in diesem Jahr wieder eine. Kann aber noch keine Empfehlung aussprechen. Leider!

Muss man in einen Verband eintreten, um erfolgreich zu coachen?

Coaching Verbände: Das ist ein Thema für sich. Die Liste der Coaching-Verbände ist wie gesagt lang.

Für BAFA Fördergelder ist eine Verbandsmitgliedschaft Pflicht. Wobei mir nicht ganz klar war, nach welchen Kriterien das BAFA diese Verbände auswählt.

Die RAUEN-Studie  Zusammenhänge zwischen einer Verbandsmitgliedschaft und der Arbeit mit dem deutschen Top Management (was sich positiv auf den Stundensatz auswirkt). Aber der Auftraggeber ist Dr. Christoph Rauen: Geschäftsführer der Rauen-Group, Ausbilder für Business-Coaches und 1. Vorsitzender im deutschen Bundesverband Coaching. Ich lass das jetzt mal so dahin gestellt. Könnte durchaus auch sein, dass die Ergebnisse anders ausfallen würden, wenn man da eine Grundgesamtheit befragt, die sich nicht aus der eigenen Coaching-Ausbildungs-Datenbank speist 😉

Kann man vom Coaching leben

Jein.

Der Markt ist in den letzten Jahres förmlich explodiert. Die Preise sind lange gestiegen. Stagnieren aber gerade. Der Markt ist mehr als satt. Um erfolgreich als Coach zu arbeiten braucht es meines Erachtens eine solide Coaching Ausbildung und vor allem als Business Coach auch Berufserfahrung.

Es ist ein Phänomen für sich, dass sich immer wieder Neueinsteiger aus diversen Branchen auf die Meta-Ebene wechseln und nach einem Jahr als Selbständige im eigenen Beruf genau dieses Wissen als Coach weiter geben wollen.

„Schnelles Geld als Coach machen? Nee, nee, definitiv nicht! Ein Coaching ist extrem aufwendig, braucht viel Vor- und Nachbereitung und vor allem: viele zufriedene Kunden! Schlechtes Feedback kann man sich gerade am Anfang nicht leisten – und deshalb MUSST Du wissen, was Du tust.“ sagt mir dazu Svenja Schirk, die nach 10 Jahren als erfolgreiche Hochzeitsplanerin als Business-Coach für Wedding-Planner arbeitet.

Außerdem kann über Berufserfahrung Vertrauen aufgebaut werden, das die Conversion stark verbessert. “Feldkompetenz ist eine vertrauensbildende Maßnahme” sagt Ulrike Lettermann von Versavista Coaching.

Die Bereitschaft, die eigenen Coachings zu verkaufen muss vorhanden sein. Coaches verbringen gerade in den ersten Jahren der Selbständigkeit oft 50% der Arbeitszeit im Vertrieb. Da geht kein Weg dran vorbei.

Kein Verkauf = Keine Einnahmen = Kein Online-Coaching-Business. 

Es geistert immer noch das Märchen durchs Internet vom erfolgreichen Online-Coaching Business, in dem man “entspannt von der Couch” den eigenen Online-Kurs mit Kunden befüllt. Wie von zauberhand.

So läuft das aber nicht. Voraussetzung dafür ist ein großer Social Media Kanal, eine Newsletter Liste oder ein heftig großes Werbebudget. Das muss man sich einfach mal klar machen. Denn sonst kommt es sehr schnell zu völliger Desillusionierung.

Wenn du dein Warum geklärt hast, eine solide Coaching Ausbildung vorweisen kannst und dich spitz positionierst, dann kannst du deine Online-Coachings sehr erfolgreich über deine Webseite verkaufen.

Aber das muss man eben auch wollen.

Wenn du nach diesem Roman immer noch nicht genug hast:

Büchertipps für dein Online-Coaching-Business

Buch


Webseiten erstellen, die verkaufen - Praxishandbuch: Schritt für Schritt Anleitung für Anfänger. Von DIgitalstrategin Mareike Schamberger

Webseiten erstellen, die verkaufen

Schritt für Schritt Anleitung für deine Webseite oder dein Blog.


Für 29,- Euro in den Warenkorb

Blick ins Buch:

Voriger
Nächster

Für 1:1 Kunden

Alles, was es über die Arbeit mit und vor allem für Kunden zu lernen gibt: Steve Chandler Prosperous Coach. Das ist ein gaaaaanz anderer Ansatz als das klassische Online Marketing.

Bei Amazon kaufen*

Was soll ich posten?

Wenn du danach noch Inspirationen brauchst, was genau du eigentlich zeigen sollst: Austin Kleon “Show Your Work”*

Verkaufen wie die Profis

Wenn du darüber nachdenkst, eine E-Mail Liste aufzubauen, dann lies Launch von Jeff Walker. Gibt es auch auf deutsch. Das ist sozusagen der Brockhaus zum Thema Newsletter.

Bei Amazon kaufen*

Journal

Inzwischen ergänze ich das, um ganz bewusst jeden Tag an meinen Zielen zu arbeiten. Ich habe einige Journals probiert und das “Dran bleiben” gefällt mir am besten.

Wenn du wissen willst, was ich sonst noch an Büromaterial im täglichen Gebrauch habe, dann kannst du das hier nachlesen: Grundausstattung für Selbständige.

Bei Amazon kaufen*

Für Gründer

Das eigene Gewerbe hat man ja schnell angemeldet. Aber dann geht es ja erst los. Ungefähr alles, was man wissen muss, um dann richtig Geld zu verdienen, ohne sich hoch zu verschulden, gibt es im 100$ Startup.

Ich habe es auf dem Kindle und im Print. Und das aus gutem Grund.

Bei Amazon kaufen*

Nur Bares ist Wares

Damit du langfristig profitabel sein kannst: Profit First. Da rollt der Rubel!

Bei Amazon kaufen*

Übers Schreiben

William Zinsser On Writing Well ist definitiv ein Buch, mit dem ich meine Blogposts extrem verbessern konnte. Die deutsche Version habe ich nicht gelesen.

Bei Amazon kaufen*

Storytelling

Meine Texte und auch meine Vorträge leben davon, dass ich darin Geschichten erzähle. Wie man das macht habe ich von Margot Leitman gelernt. Long Story Short. Unbedingt lesen. Dann üben. Dann noch mal lesen.

Bei Amazon kaufen*

Kreativer Ausgleich

Ich liebe Elizabeth Gilbert. Ihr Buch Big Magic habe ich wirklich oft gelesen. Ich kann sie nur dabei unterstützen: Mach, was dir Spaß macht und pfeif drauf, die Beste zu sein.

Bei Amazon kaufen*

Willst du eine Webseite, die verkauft?

Dazu brauchst du Kunden!

Abonniere meinen kostenlosen Newsletter mit exklusiven Tipps und Angeboten rund um “Webseiten, die verkaufen”, Kundengewinnung, Verkaufsprozesse und Online-Marketing.
Als Willkommens-Geschenk erhältst du mein E-Book “10 Gesetze für Webseiten die verkaufen”.

Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Etwa 2-4 Mails im Monat. Ich analysiere meine Newsletter Kampagnen um dir nur relevante Informationen zu senden, detaillierte Information in der Datenschutzerklärung.
Willst du eine Webseite, die verkauft?

Dazu brauchst du Kunden!

10-Regeln

Abonniere meinen kostenlosen Newsletter mit exklusiven Tipps und Angeboten rund um “Webseiten, die verkaufen”, Kundengewinnung, Verkaufsprozesse und Online-Marketing.
Als Willkommens-Geschenk erhältst du mein E-Book “10 Regeln für Webseiten die verkaufen”. 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner