Content Recycling: Wie oft nutzt du deine Blogposts?

Deine zehn besten Blogartikel bringen dir die meisten Besucher

Aber regelmäßig hervorragende Inhalte zu liefern, die kurzweilig sind, die Leserinnen unterhalten und auch noch oben drauf einen Mehrwert liefern ist nicht immer so einfach. Irgendwann muss man sich einfach auf den Poppes setzen und die herausragenden Inhalte schreiben. Danach die Fotos knipsen. UND die Inhalte auch noch SEO optimieren. Das kostet Zeit und die ist bei dir sicher auch oft knapp.

Es bietet sich also an, deine besten Themen bzw. Beiträge mehr als einmal zu nutzen, denn so kannst du deine Schlagzahl deutlich erhöhen, ohne das Rad ständig neu zu erfinden.

*

Basics und Lieblingsteile

Eigentlich ist das wirklich logisch, es käme dir ja auch nicht in den Sinn, deine Kleider nur ganz genau ein mal anzuziehen.

Viele davon werden einfach immer wieder getragen. Andere entpuppen sich als Fehlkauf und werden nach ein paar Monaten wahrscheinlich aussortiert oder ersetzt.

Genau so solltest du das auch mit deinen Blogartikeln handhaben. Finde deine Basics und Lieblingsteile und hol sie regelmäßig wieder aus deinem Schrank. Es lohnt sich definitiv!

Irgend ein lustiger Internet Fuzzi hat gesagt, dass man 20% der eigenen Zeit mit dem Schreiben der Inhalte verbringen sollte und 80% damit, sie danach zu verteilen.

Wenn du schon ein ordentliches Repertoire hast und in deinem Archiv aus den Vollen schöpfen kannst, nutze diese Chance und verbringe weniger Zeit damit, ständig neue Inhalte zu erstellen. Hebe die Schätze, die in deinem Archiv vergraben sind und staube sie ein bisschen ab. Viele glänzen dann wieder wie neu.

Blick ins Archiv

Welche Blogposts hatten außerordentlich viele Klicks und welche wurden einfach ignoriert?

Aus deiner Statistik suchst du dir die 10 Artikel mit den meisten und die 10 Artikel mit den wenigsten Klicks aus den letzten ein oder zwei Jahre heraus.

*

Damit kannst du feststellen:

– Was deine Leserinnen interessiert und welche Themen sie langweilen (oder nicht ansprechen)

– Über welche Themen du in Zukunft nicht mehr so ausgiebig schreiben wirst

In deine 10 meist gelesenen Posts kannst du guten Gewissens noch ein bisschen Zeit investieren. Wenn du dafür schon einmal viele Leser finden konntest, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du diesen Erfolg wiederholen kannst.

*

Teile deinen Blogpost einfach immer wieder neu

Zum Beispiel auf deinem Instagram Kanal oder auf Pinterest.

Wenn du dir die zehn besten Artikel heraussuchst und jede Woche einen davon mit neuen Bildern, Metatext und einer anderen Überschrift noch einmal teilst, hast du für deine Leserinnen wirklich einen Mehrwert generiert ohne zu nerven. 10 Wochen sind in Social Media eine absolute Ewigkeit!

Durch die neuen Bilder und Überschriften erscheint der Text neu und du kannst dich als Expertin in genau dem Gebiet profilieren.

Dafür musst du nur kleine Änderungen vornehmen.

•Schreib eine bessere Überschrift.

•Passe den Metatext an (Yoast SEO Plugin).

•Ergänze die Fotos (oder mach neue), dabei kannst du auch gleich die Bilder besser beschriften.

Überschrift, Foto und Metatext sind in Facebook sichtbar, wenn du deine Artikel teilst. Schon durch das Austauschen dieser Elemente kannst du eine komplett neue Zielgruppe ansprechen. Denn deinen Artikel wird nur eine Leserin anklicken, die sich angesprochen fühlt. Probier dich ruhig aus und teste, welche Überschriften gut funktionieren und welche nicht. Gib deinen allerbesten Artikeln Zeit und lege sie dir auf Wiedervorlage.

*

Überarbeite den Blogpost und veröffentliche ihn neu

Wenn du tiefer einsteigen willst, dann kannst du den Artikel komplett überarbeiten und neu veröffentlichen. Nicht doppelt. Sondern lediglich mit neuem Datum. Das ist das kleine aber feine Detail, dass es für dich zu beachten gilt.

Wenn du ohnehin schon am offenen Herzen operierst, habe ich hier eine ToDo Liste, die du abarbeiten kannst:

  • Verbessere das SEO für deinen Artikel.
  • Überarbeite und aktualisiere den Text. Je länger du deine Inhalte im Archiv lagerst, desto eher findest du hier Details, die völlig aus der Zeit gefallen sind (wenn deine Rezepte zum Beispiel noch für den TM21 sind).
  • Ergänze den Text um ein Video.
  • Füge Pinterest Grafiken ein und pinne deinen Artikel auf Pinterest. Nicht nur in deinen eigenen Boards, sondern auch in mindestens zwei Gruppenboards.
  • Entwerfe eine Infografik, füge sie ein und teile sie auf Social Media.

*

Interviewe einen Experten zu deinem Thema

Sowas liebe ich. Suche dir einen der beliebtesten Artikel heraus und suche eine andere Expertin zu dem Thema. Stelle ihr clevere Fragen, veröffentliche das Interview als neuen Blogpost und verlinken deinen ursprünglichen Beitrag.

Oder suche dir eine nette Bloggerin, die dir einen Erfahrungsbericht schreibt. Dann verlinke am Anfang und Ende zu deinem Ursprungsartikel.

In beiden Fällen profitierst du davon, dass deine Interviewpartnerin deinen Artikel auch bei sich selbst auf Social Media teilen wird und du so eine neue Zielgruppe erschließen kannst.

Bespiele alle deine Kanäle (mehrfach)

Das gilt für alle deine Blogartikel. Für die alten und die neuen. Denn so kannst du neue Leserinnen für deinen Artikel finden. Denn jede hat so ihre Vorlieben. Die eine liest gern Blogartikel, die nächste hört gern Podcasts und andere lesen lieber längere Texte zusammengefasst als Ebook oder schauen sich das ganze als Video im YouTube an.

  • Suche die besten Zitate aus dem Artikel heraus und teile sie auf Twitter. Oder nutze ein Twitter Plugin: SEO IST NICHT DER ENDGEGNER!
  • Schicke eine persönliche E-Mail mit dem Link an drei befreundete Blogger Kolleginnen und bitte sie, den Artikel zu teilen. Sammelmails mit großem Verteiler sind nicht erlaubt! Dabei können dir die Kommentare sehr weiter helfen. Wer sich die Zeit genommen hat, bei dir zu kommentieren, wird an einer Aktualisierung wahrscheinlich interessiert sein und eventuell auch den Artikel teilen.
  • Erstelle ein kleines Video zu deinem Blogartikel und teile es auf deinem Facebook Kanal und YouTube.
  • Fasse deine besten Posts in einer Newsletter-Serie zusammen. Je nachdem, wie sich deine Themen gruppieren lassen, können das 2-4 Blogartikel pro Newsletter sein, die du deinen Leserinnen empfehlen kannst.
  • Halte einen Vortrag (lies gern vorher nach, wie du dich als Sprecher bewirbst)

Mein bestes Beispiel hier ist Kerstin. Die hat das beste aller Videos zum Ostereierausblasen gemacht. Für ihren Youtube Kanal. Und am Ende (und in den Shownotes), weist sie noch schnell auf ihr tolles Zitronenkuchen-Rezept hin. Man hat ja eh gerade Eier da.

 

 

*

Schreibe Gastartikel

Nimm deine besten Inhalte und setze sie noch mal in einem ganz andern Kontext um. Schau dir zum Beispiel meinen Artikel dazu an, wie ich Veranstaltungen vorbereite. Den habe ich bei Sabrina gepostet und danach die Veranstaltungsnachbereitung bei mir veröffentlicht.

Coach Tina hat bei mir etwas zu Self-Talk geschrieben und den Artikel auf XING Coaches noch mal anders veröffentlicht.

Behalte dabei die Basis-Inhalte bei und ändere die Story. Nutze andere Bespiele (eben genau passend zur Zielgruppe).

Wie du eine nette Bloggerin dazu bekommst dir ihre Bühne zu überlassen, ist übrigens keine Zauberei. Und gut für dein SEO ist es obendrauf auch noch.

Dabei ist es absolut kein Nachteil, wenn man das selbe Thema mehrfach unter anderen Aspekten und mit unterschiedlichen Schwerpunkten verbloggt. Denn Wiederholung schafft Wahrheit. Wenn ein Lied oft genug im Radio gespielt wird, kann es jeder mit singen. Dann spricht man von einem Hit. Deswegen wiederhol dich ruhig so lange, bis deine Texte hitverdächtig sind und jeder bei dir mitsingen kann.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top