Wie du die richtigen Blog-Themen findest

Brilliante und interessante Blogartikel am laufenden Band: gar nicht so einfach

Ach herrje, du weißt wirklich nicht, worüber du schreiben sollst? Oder ist das Problem eher, dass du deine Ideen nicht sortieren und strukturiert verbloggen kannst?

Hm… ich kürze das mal ab und sage eine Sache vorab: wenn es wirklich nur um das Schreiben (also die Tätigkeit) geht, dann solltest du vielleicht darüber nachdenken, ob du nicht das Medium wechseln solltest. Also lieber Podcasten oder deine Bilder mit kurzen Texten auf Instagram posten, oder Videos erstellen und auf Youtube veröffentlichen.

Wenn das kein grundsätzliches Problem ist und du gern schreibst, aber inzwischen das Gefühl hast, dass du alles gesagt hast (und das kann echt passieren), dann brauchst du vielleicht nur ein bisschen Inspiration. Oder Struktur. Oder beides. Kein Problem.

Kenne deine Renner und Penner

Schau mal in dein Google Analytics. Da kannst du dir einfach mal die meist gelesenen Artikel anschauen.

Wenn du weißt, was oft gelesen wird, dann hast du schon mal einen Anhaltspunkt dafür, was deinen Lesern gefällt. Schreib doch einfach mehr davon.

Lies bei anderen mit

Ein Blick über den Tellerrand hat noch niemandem geschadet. Damit meine ich nicht, dass du irgendwo irgendwas abschreiben sollst. Das meine ich auch nicht. Denn Inspritaion kommt immer von innen. In erster Linie. Aber um über einen langen Zeitraum konstant immer wieder neue und interessante Inhalte zu generieren, muss ich mir auch schon mal Impulse von außen holen. Ich schaue mir deswegen regelmäßig das Cover der BILD am Kiosk an, die Cosmopolitan und ich habe den Newsletter von Mindbodygreen abonniert. Das ist ziemlich willkürlich gewählt. Die drei haben aber gemeinsam, dass sie wirklich gute Überschriften abliefern. Das reicht mir oft schon, um mir daraus eine eigene Idee zurecht zu spinnen.

Mindbodygreen schreibt: 5 Simple Ways to Upgrade Your Breakfast Ich habe daraus gemacht: 5 einfache Möglichkeiten, einen Veranstaltungsbericht zu schreiben

Cosmopolitan: Dieser Jeanstyp bist du! Ich würde daraus schreiben: Dieser Bloggertyp bist du!

Einfaches Prinzip, oder? Kann jeder 😉

Was interessiert deine Leser?

Das ist so mega banal, dass ich es lieber noch mal mit aufschreibe. In deinem Blog geht es um deine Leser. Du schreibst für sie, nicht für dich.

Was wirst du immer wieder gefragt? Was wollen deine Leser gern von dir wissen? Frag sie doch mal (ich mache das wieder auf der FamilyCon).

Wenn du weißt, was sie interessiert: dann schreib darüber.

Was ist das Problem vor dem Problem?

In ungefähr allen Mamablogs gibt es nicht nur aktuelle Themen, sondern immer wieder Geburtsberichte oder Rückblicke. Warum das so gut funktioniert? Weil die Leserinnen dabei wissend nicken und/oder schmunzeln.

Dieses Konzept ist absolut übertragbar und funktioniert phantastisch. Geh also einfach mal 12 Schritte zurück und schreib darüber.

Wenn du viele Rezepte bloggst, dann ist ein Unpacking deines Wocheneinkaufs auch interessant. Welche Butter kaufst du? Und wo? Kaufst du dein Gemüse beim Bauern oder auf dem Markt? Oder einfach im Supermarkt, weil es praktisch ist? Oder wie schreibst du deinen Einkaufszettel? Wie planst du deine Woche? Kochst du ständig frisch? Oder ein Rezept für einen Artikel dann 27 mal (bis es passt und keiner es mehr essen will)?

Was hast du gelernt?

Welche Fehler hast du dabei gemacht? Warum waren die unnötig? Wie kannst du das deinen Lesern ersparen und was kannst du über deine Learnings berichten?

Welche Umwege waren für dich am wichtigsten? Wen hast du dabei kennen gelernt?

Bonus-Tipps:

Interessante Themen am Fließband: Redaktionsplan

Erstelle dir einen Redaktionsplan. Altmodisch auf Papier (z.B. mit dem Blogbuch) oder im Trello. Sammle dort deine Ideen. Seit ich das konsequent mache, sind mir die Ideen nicht mehr ausgegangen. Im Gegenteil. Ich habe mehr Ideen, als Zeit, sie zu verbloggen.

Um regelmäßig zu bloggen, hilft es mir sehr, nicht darauf zu warten, dass ich von irgend etwas besonders inspiriert bin. Das kommt schon auch vor, keine Frage. Aber im Großen und Ganzen habe ich schon einen Plan (Redaktionsplan eben), was ich wann auf dem Blog online stellen möchte. So nehme ich mir den Druck, der ganz schnell entsteht, wenn ich vor einem leeren Blatt (also Bildschirm) sitze.

Erstelle einen Workflow

Einmal im Quartal setze ich mich hin und erstelle meinen Redaktionsplan für die nächsten drei Monate. Was im Redaktionplan steht, wird dann auch verbloggt. Ich schreibe super gerne und liebe es. Das ist für mich Me-Time. Beim Schreiben kann ich runter fahren, meine Akkus aufladen, kann kreativ sein und auch noch gleichzeitig mein Wissen teilen. Dafür habe ich mir jede Woche extra Zeit geblockt und sitze dabei gern im Café und schreibe. Mehr als mein iPad brauche ich dazu nicht. Kann also mit leichtem Gepäck reisen.

Meine Recherche habe ich dann immer schon erledigt. Die schränke ich ohnehin sehr ein. Ich bin neugierig, das ist für mich ein Zeitfresser, wenn ich mir da keine Stoppuhr stelle. Was ich beim Schreiben nicht recherchiert habe, muss ich dann halt streichen. Pech gehabt. #80istdasneue100

Wenn ich mich mal hin gesetzt habe, dann schreibe ich wirklich ganz stupide einen Artikel nach dem anderen runter. So wie sie im Redaktionsplan stehen. Schreiben ist für mich keine Kunst sondern eher ein Handwerk. Ich schreibe ja nicht nur meine Blogartikel, sondern auch Webseiten-Texte für Kunden und inzwischen auch Kunden-Newsletter. Je öfter ich da einfach kein riesen Brimborium drum mache, sondern einfach schreibe, desto einfacher fällt es mir.

Meine Blogartikel schreibe ich zwei bis drei Monate im Voraus und erstelle auch gleich die passenden Newsletter. Danach mache ich mir Stichpunkte für Instagram Posts oder Insta-Stories. Wenn ich bestimmte Grafiken nutzen will, erstelle ich die am liebsten gleich mit oder ich setze mir ein ToDo, wenn ich ein bestimmtes Foto brauche.

Für jeden Blogartikel habe ich eine ToDo Liste, die ich abarbeite. So kann ich jederzeiteine Pause machen, mich um die Familie (oder eben ein Kunden-SOS) kümmern und später ohne große Einarbeitung weiter machen.

So kann ich mir meine Zeit einteilen. Auf die Art und Weise hab ich letztes Jahr so unfassbar viel geschafft. Ich habe nur 23 Minuten? Egal. Dann mache ich eben so viel, wie ich schaffe, der Rest kommt dann später. Jeder Schritt, jedes geschriebene Wort, zählt.

Damit erarbeite ich mir ganz stoisch einen Puffer. Den brauche ich, um flexibel auf Katastrophen zu reagieren. Die kommen sowieso. Kinder krank, kein fließend Wasser in der Kita, Fußzeh gebrochen. Alles schon passiert.

Ich habe meine Inhalte in Themenbereiche eingeordnet und werte regelmäßig aus, wie gern die einzelnen Bereiche gelesen werden. Das nehme ich dann mit in die nächste Quartalsplanung.

Planen, Schreiben, Auswerten, und von vorne.

Wie schaffst du es, immer wieder tolle neue Blogartikel und interessante Themen zu veröffentlichen?

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