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Website Texte gendern: Hot oder Schrott?

Inhaltsverzeichnis

Schon faszinierend, wie viele Deutsche sich dagegen wehren zu gendern, während andere Sprachen von vornherein so konzipiert sind, dass kein Geschlecht ausgeschlossen wird.

In einer modernen und inklusiven Welt scheint es doch mehr als selbstverständlich, naja zumindest aber doch angemessen, die Webtexte auch zu gendern. Oder?

Was ist eigentlich Gendern?

Unter Gendern versteht man die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache beim Schreiben von Inhalten. Das bedeutet, dass du keine Wörter verwendest, die ein bestimmtes Geschlecht implizieren, oder dass du aufgrund des Namens oder der Pronomen auf das Geschlecht einer Person schließen kannst.

Geschlecht ist nicht gleich Geschlecht

Wir unterscheiden zwischen körperlichem Geschlecht und sozialem Geschlecht.

Das soziale Geschlecht wird auch Gender genannt.

Sowohl auf der biologischen als auch der sozialen Ebene gibt es mehr als zwei Geschlechter.

Generisches Maskulinum

Die männliche Form eines Wortes wird allgemeingültig verwendet.

Beispiele: Kunde, Mitarbeiter, Pilot.

Gendern

Die Anwendung von geschlechtergerechter oder genderneutraler Sprache. Das generische Maskulinum soll vermieden werden.

Das kann entweder durch schlichtes Rauslawienern (also umformulieren) geschehen oder durch das sogenannte Gendersternchen (oder einen Doppelpunkt).

Beispiele: Kaufende, Mitarbeitende, Pilot:In

Warum du das Gendern von Webtexten in Betracht ziehen solltest

Eine geschlechtergerechte Sprache sorgt dafür, dass sich alle Besucher deiner Website repräsentiert und respektiert fühlen. Es ist auch wichtig zu erkennen, dass sich nicht jeder mit binären Geschlechtern identifiziert. Eine Sprache, die dies widerspiegelt, kann dazu beitragen, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle willkommen und akzeptiert fühlen. Wenn sich Menschen respektiert fühlen, werden sie auch eher zu Kunden. Auf lange Sicht zahlt sich das für Unternehmen aus!

Wie kann ich sicherstellen, dass meine Website geschlechtergerecht ist?

Der erste Schritt auf dem Weg zu einer inklusiven Website besteht darin, sicherzustellen, dass dein Text dieses Ziel widerspiegelt. Achte darauf, dass du keine Wörter oder Sätze verwendest, die als Annahme einer bestimmten Geschlechtsidentität interpretiert werden könnten. Vermeide es außerdem, Gruppen von Menschen mit nur einem Pronomen zu bezeichnen – wenn möglich, verwende für größere Gruppen die Pronomen “sie/ihr”! Schließlich solltest du, wann immer möglich, Bilder einbinden, die die Vielfalt der Rassen und Geschlechter widerspiegeln.

Warum du das Gendern von Website-Texten nicht in Betracht ziehen solltest

Tatsächlich gibt es zwei Gründe dafür.

Gendern schließt Sehbehinderte und Legastheniker aus

Die erste Frage, die du dir stellen musst, ist die: Wen willst du eigentlich ausschließen:

  • Die Rainbow Community?
  • Feminis:Innen?
  • Oder Sehbehinderte und Legastheniker?

Viele Menschen mit Sehbeeiinträchtigung nutzen Screenreader, die Webtexte vorlesen. Diese Screenreader können allerdings nicht jede Version von Gender-Sprache flüssig vorlesen. Viele sprechen das Gender-Sternchen als „Stern“ aus. Die Lösung für digitale Barrierefreiheit der Doppelpunkt, den können die meisten Screenreader gut vorlesen.

Bleib wiedererkennbar und schreib wie du redest

Weil deine Texte nicht den allgemeinen Zeitgeist widerspiegeln sollten.

Es geht genau um zwei Personengruppen: um deine Kunden und um dich. Und zwar mit allen deinen Ecken und Kanten.

Natürlich kannst du es jedem recht machen und gehst mit Gendern vielleicht auf Nummer sicher. Vielleicht aber auch nicht.

Denn deine Webseite sollte ein Kontaktpunkt von vielen in deinem Verkaufsprozess sein. Wenn deine Besucher dich auf der Webseite sympatisch finden, gerade weil du genderst, dann aber nicht wiedererkennen, weil du im Vorgespräch nicht genderst, dann werden sie eher keine Kunden.

Ein anderes Beispiel: Wenn du sexistische (alte) weiße Männer ansprechen willst, die selbst nicht gendern und auch nichts vom Gendern halten: vielleicht auch nicht die beste Idee.

Gendern und SEO

In der guten alten deutschen Sprache ist das Gendersternchen und die Formulierungen, die sich um das generische Maskulinum drücken noch brandneu.

Suchmaschinenoptimierung bedeutet, eine Optimierung auf Suchanfragen im Web.

Wir optimieren also sowohl für die Suchmaschine (also Google) und die kriegen das ganz gut hin mit dem Gendern.

Aber wir optimieren genau so auf die Suchenden. Also die Menschen, die sich noch nicht alle dazu durchgerungen haben, das Gendersternchen zu nutzen.

Doppelpunkt sorgt für gute Suchergebnisse

Die Herausforderung bei relativ neuen Begriffen wie “Mitarbeitenden” oder “Kaufenden” ist, dass sie so nicht so oft gesucht werden, weil sie schlicht und ergreifend nicht so weit verbreitet sind, wie die alte und gewohnte maskuline Form. Es lohnt sich also, zumindest zweigleisig zu fahren, wenn du ranken willst und mit einem Doppelpunkt zu arbeiten.

Der große Vorteil an der Schreibweise mit Doppelpunkt ist, dass Google in den Wörtern sowohl männliche als auch weibliche Begriffe erkennen kann. Zum Beispiel erkennt Google das Wort Journalist:in einerseits als männliche/weibliche Journalisten. Wenn du doppelt rankst, spart das Zeit, weil es einfacher ist, als jeden einzelnen Eintrag nach seiner richtigen Form zu ordnen.

Fazit: Gendern oder nicht

Das kommt wirklich drauf an.

Im Zweifel würde ich sagen: schreib deine Texte wie du sprichst und bleib dir selbt treu. So ist deine Tonalität immer wiedererkennbar.

Ich bin Mareike Schamberger: Die Frau hinter #TeamStreber.
Ich bin Webdesignerin, Autorin und Expertin für das strategische Verkaufen im Internet mit über 15 Jahren Berufserfahrung.
Wenn es darum geht, die DSGVO auf deiner Webseite alltagstauglich umzusetzen, bist du hier richtig! Statt aufzuzählen, was alles nicht geht, teste ich Tools und suche Lösungen, die in der Praxis funktionieren.
Ich liebe es, Webseiten zu erstellen, die verkaufen. Deshalb habe ich dazu auch ein Buch geschrieben.

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