An Responsive Design geht kein Weg vorbei. Wer keine mobile Version der eigenen Webseite hat, wird von Google abgestraft. Und von den Kunden ohnehin. Denn die kaufen dann unterwegs einfach woanders ein. Das Web ist groß genug.
Bei aller Liebe zum Design: es reicht nicht, deine Seite so zu gestalten, dass sie auf dem Handy gut dargestellt wird. Wenn du mobil überragende Conversions einfahren willst, dann musst du die Texte so schreiben, dass sie mobil überzeugen.
Menschen lieben Bilder
Bilder transportieren Emotionen. Emotionen beeinflussen Kaufprozesse. Studien zeigen, dass Bilder länger angeschaut werden als Text.
Daraus können wir zwei Schlüsse ziehen:
1.) Setze Bilder gezielt ein
Schau dir die Bildumgebung genau an: Kann das Bild vom Text ablenken? Oder unterstützt es den Text? Gib den Bildern nicht die Gelegenheit, die Alleinherrschaft über deine Webseite an sich zu reißen. Was ist deine Kern-Aussage? Platziere sie so, dass deine Leser sie auch aufnehmen können.
2.) Nutze weniger Bilder in der mobilen Ansicht
Nutze Bilder nur dann für die mobile Version, wenn sie wirklich erheblich sind. ACHTUNG: man kann Bilder auch nur am Desktop anzeigen lassen.
Kurz ist das neue Lang!
Überarbeite deine fertigen Texte mit Wortliga. Ein Textanalyse Tool, dass dir dabei hilft, Füllwörter, überflüssige Phrasen zu streichen.
Kürze deine Texte radikal. In den meisten Fällen wird die Kernaussage dann noch deutlicher.
Darfst du jetzt keine langen Blogartikel mehr schreiben? Doch darfst du. Allerdings solltest du die Artikel und Texte noch besser strukturieren. Bau die Argumentation sauber aufeinander auf und bedenke bei jedem Satz und Absatz, den du formulierst die Bildschirmgröße, die für die Anzeige zur Verfügung steht.
Mobile Bildschirme werden zwar momentan wieder deutlich größer, insgesamt ist der Platz den du hast, um deine Inhalte anzuzeigen allerdings begrenzt. Die Königsdisziplin ist es, so viel wie möglich von deiner Aussage auf eine kleinen mobilen Bildschirm anzuzeigen, ohne dass dein Leser scrollen muss.
Kurze und knackige Überschriften
Wenn du unsicher bist, was genau ich meine, dann lies dich doch bitte einen Tag durch die Inhalte der aktuellen BILD Ausgabe. Richtig gute Überschriften hat auch die Cosmopolitan.
Am besten schaust dir du dir direkt die mobile Version dieser Seiten an.
Dann kannst du anfangen, deine Überschriften anzupassen. Ich zeig dir mal, was ich meine.


Heb nichts für später auf
Dein wichtigster Satz steht direkt im ersten Absatz. Dieser Satz hat nur eine Aufgabe: Deine Leser in deinen Text zu ziehen. Wie ein Magnet.
Schau in deinem Google Analytics nach, wie hoch deine Abbruchquote ist. Dann siehst du genau, wie viele deiner Leser nicht bis zum Schluss lesen. Das heißt konkret: alles, was nicht direkt im ersten Absatz steht, haben diese Menschen nie gesehen. Schreibe deine Schlussfolgerung im ersten Absatz und erkläre sie später. Das gilt noch stärker für Video. Da entscheidet sich in den ersten 8 Sekunden, ob deine Zuschauer bleiben, oder nicht.
Kurze Absätze
Kurz ist das neue lang (ich schwöre!).
Wenn ein Absatz zu lang wird, tendieren mobile Leser dazu, weiter zu scrollen, statt den Absatz geduldig bis zum Ende zu lesen.
Mach mehr Absätze. Kürzere Absätze. Das gibt deinem Text Struktur und deinen Lesern eine gute Orientierung. Nutze dazu viele Zwischenüberschriften. Daran kann sich das Auge gut festhalten. Auch wenn der Leser mal kurz vom Handy aufschaut.
Mobile Inhalte werden oft in Transitsituationen konsumiert. Im Supermarkt an der Kasse, wenn die Kinder kurz spielen, in der Werbepause am Fernseher. Die Konzentration für das Lesen am Handy ist entsprechend gering.
Nutze das Textwidget im Elementor
Schau dir deine Texte in allen Versionen an (Desktop, Tablet und Smartphone) und steuere nach, wo es noch nicht gut aussieht.
Vor allem nutze die Möglichkeit, die Texte linksbündig zu machen. https://youtu.be/jyiIIYJ57vM
Responsive Design Fazit
Das Geheimrezept für grandiose mobile Texte ist nicht, weniger zu schreiben, sondern noch besser zu schreiben.
Artikel und Texte werden immer noch gelesen. Aber anders. Und wenn du die Spielregeln kennst, kannst du sie nutzen oder gezielt brechen.

