Darum dürfen Ziele flexibel sein

Sabrina von Babykeks habe ich in Speyer auf einem Bloggertreffen kennen gelernt. Dann waren wir zusammen auf einem Event und dann hat sie einen Kongress organisiert und mich als Speaker gebucht.

Zwischen den zwei Zeilen steh ein Whatsapp-Chat-Verlauf von ungefähr 13 Kilometer Länge. Sie ist die einzige, für die ich Gastbeiträge noch am selben Tag schreibe und zum Thema Ziele hat sie Folgendes zu sagen:

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Flexible Ziele – das erlaube ich mir

Wenn man, wie ich, ein „on the fly“ Schreiber ist, ist es gar nicht so einfach seine (Blog-) Ziele kontinuierlich zu verfolgen!

In den Anfängen des Bloggens, was bei mir vor ca. 8 Jahren der Fall war, habe ich immer ins Blaue hineingeschrieben. Etwas Erwähnenswertes ist im Alltag mit meinem Kind geschehen und ich habe es munter runter geschrieben. Das funktioniert so leider nicht mehr, wenn Du mit Deinem Blog mehr erreichen möchtest, als ein kuscheliger, überschaubarer Haufen Stammleser.

Ziel gesetzt – und jetzt?

Als ich dies für mich begriffen hatte, legte ich mir einen Blogplaner zu, damit ich meine redaktionellen Inhalte ordentlich vorausplane und so keinesfalls mehr längere Pausen im Blog entstehen. Themen über die ich gerne schreiben möchte, habe ich immer. Die Zeit ist der kritische Faktor in meinem Leben. Ich kaufte mir (natürlich wunderschöne) kunterbunte Post it Zettel und begann, meinen stylishen Redaktionsplan mit Ideen zu füllen. Es sah fantastisch aus, es war super durchdacht, es war einfach toll!

Es hatte alles Hand und Fuß; Ich war mächtig stolz. Aber leider kam ich im Alltag nicht dazu die Artikel, die ich vorgesehen hatte auch tatsächlich zum richtigen Zeitpunkt zu schreiben, die Bilder zu machen und zu bearbeiten und online zu stellen. Dies war für mich ein klarer Fall von: „Theorie fantastisch – Praxis nicht durchführbar!“

Am Scheitern – aber ich will nicht aufgeben!

Die Frustration folgte standesgemäß auf dem Fuße. Ich begann mich zu fragen, warum zum Kuckuck andere Bloggerdas mit dem kontinuierlichen Veröffentlichen so gut hinbekommen, und ich nicht. Es hat eine Weile gedauert bis ich soweit reflektiert hatte, um zu begreifen woran es lag.

Ich hatte meine Prioritäten gesetzt

Ich bin vollzeitarbeitende Mutter von zwei wunderbaren Söhnen. Ich bin selbstständig, was bedeutet, dass mein Arbeitstag im Grunde nicht wirklich endet und ich tatsächlich jede freie Minute mit Arbeit füllen könnte. Außerdem gestand ich mir ein, dass ich gerne abends Zeit mit meinem Mann verbrachte, wenn ich ihn endlich mal ganz für mich alleine hatte. Ich hatte meine Blogziele hinter meine Familie und meine geliebte Arbeit als Ballettlehrerin gestellt. Es fühlt sich so schade an, dies tun zu müssen und gleichzeitig so erleichternd und richtig.

Ziel steht noch – neuer Weg dorthin muss her!

Aufgeben würde ich meine babykeks.de jedoch nie, denn dafür liebe ich das Bloggen viel zu sehr. Mein super cooler Blogplaner liegt immer noch auf meinem Schreibtisch und scheint mich höhnisch anzugrinsen. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich ihn einfach frech zurück angrinse. Diese Koexistenz scheint für uns beide ganz gut zu funktionieren. Ich schreibe meine Artikel dann, wenn ich die Zeit dazu finde und die Muße dafür habe.

Manchmal muss dafür meine Familie zurückstecken, weil ich das Bloggen wirklich sehr liebe und es nicht aufgeben möchte, auch wenn es eine sehr zeitaufwendige Sache ist, die leider häufig kaum gewürdigt wird. Manchmal muss das Blog zurückstecken, denn meine Familie ist mir einfach wichtiger.

Meine Prioritäten

Ist es nicht schade, dass man (doch) nicht alles auf einmal haben kann? Und ist es nicht fantastisch, dass ich endlich nicht mehr diesen Druck in mir spüre und das Gefühl zu versagen, wenn ich nicht mindestens einen Artikel pro Woche veröffentlicht habe?

Es braucht ein bisschen Mut, als Bloggerin zuzugeben, dass das Blog eben nicht an erster Stelle steht. Vielleicht nehmen mir das Leser übel und ja, andere Blogger ziehen ganz klar daraus ihren Vorteil. Aber für mich funktioniert es und wer weiß, vielleicht ergibt sich bald wieder mehr Zeit zum Schreiben. Ich bin flexibel und ich möchte auch flexibel bleiben. Und genau aus diesem Grund, ist auch dieses Ziel – meinen Blog erfolgreicher zu machen – ein flexibles Ziel, bei dessen Erreichung ich richtig viel Spaß habe und immer mehr dazulerne.

Pirouette, Verbeugung und ab in die Kulisse

Sabrina

 

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