Zeitungsbericht schreiben: 5 einfache Möglichkeiten

Zeitungsbericht schreiben, Veranstaltungsbericht schreiben

Zeitungsbericht schreiben: 5 einfache Möglichkeiten

Workshop bzw. Event und jetzt?

Das kennst du sicher auch: da war – mal wieder – ein super cooles Event und alle waren da. Aber nicht alle können sich als Experte auf dem Gebiet präsentieren. Wenn dein Artikel in der Zeitung erscheint, kannst du das aber schon.

Dein Zeitungsbericht

Bei deinem Zeitungsartikel musst du, anders als beim Bericht, besonders darauf achten, dass du das INteresse deiner Leser weckst. Dies schaffst du hauptsächlich durch eine interessante Überschrift/Schlagzeile im Zeitungsartikel. Du musst deine Leser richtig in den Zeitungsartikel hieinsaugen.
In Zeitungen finden sich Berichte, Nachrichten, Reportagen, Interviews, Kommentare und Leserbriefe.

Zeitungsbericht schreiben

Der Aufbau deines Zeitungsberichts

Der Zeitungsbericht ist im besten Fall lebendig geschrieben.

Schreibe eine knackige Überschrift – und mehrere Unterüberschriften – für jeden Absatz eine – geben deinem Leser Orientierung. Lange Bandwurmsätze und zu viel Fließtext schrecken deine Leser ab. Deshalb schreibt man Zeitungstext auch in Spalten. Der Zeitungsartikel berichtet über Vergangenes. Schreibe daher deinen Zeitungsbericht auch in der Vergangenheit.

Du brauchst Fotos – am besten eigene. Die müssen gut sein. Am Ende wird oft derjenige abgedruckt, der die besten Fotos hat. Viele Menschen nehmen leichter Bilder mit kurzen Bildunterschriften auf, als Texte. Hast du die Aufmerksamkeit, kannst du mit der Bildunterschrift neugierig machen für deinen Zeitungsbericht.

Einleitung deines Zeitungsberichts – beantworte die W-Fragen als „Aufhänger“. Wer? Wo? Was? Wie? Warum? Benenne auch die Quelle der Informationen.

Zwischenüberschriften – längere Texte brauchen Zwischenüberschriften, um sie aufzulockern. Deine Leser können sich so von einer Überschrift zur nächsten am Text langhangeln.

Zeitlicher Ablauf – bau deinen Zeitungsartikel logisch auf. Du kannst Rückblicke einbauen. Es muss aber allgemnein verständlich und leicht lesbar bleiben.

Der Hauptteil deines Zeitungsberichts – hier kannst du in die Tiefe gehen. Beispiele, Verweise und Berichterstattung im Detail. Viele Verweise und was immer dir einfällt.

Der Schluss – der Schluss des Zeitungsberichts kann zum Beispiel eine rhetorische Frage sein. Oder eine Ankündigung (für die Folgeveranstaltung). Schließlich soll der Zeitungsartikel beim Leser in Erinnerung bleiben.

Zeitungsbericht schreiben: Mögliche Berichtformen

Aber ich zeige erst mal, was als Zeitungsartikel überhaupt denkbar ist:

1. Klassischen “erstens, zweitens, drittens” – Zeitungsbericht schreiben

Mit Sicherheit die einfachste Möglichkeit, von so einem Tag zu berichten. Oder von jedem anderen Tag.

Liste einfach auf, was du erlebt hast und was dir passiert ist. Wen hast du getroffen? Was gegessen? Kurze Anmerkung dazu, ob es dir gefallen (geschmeckt) hat und schon bist du fertig.

2. “Best Of” Zeitungsbericht schreiben

Kurz ist das neue lang. Naja. Zumindest kann man sich auch ein Highlight heraus greifen und das dann in epischer Breite beschreiben. Oder auch nur ganz kurz.

Oder mit nur einem Video auf Instagram.

3. Zeitungsbericht schreiben mal in der Nebenrolle

Setze die Veranstaltung in Relation zu einem größeren Zusammenhang. So habe ich das Barcamp in Speyer zum Beispiel als Networking 101 verarbeitet.

Eine Veranstaltung kann auch mal eine Nebenrolle spielen. Es gibt keine Regel dafür, dass du in deinem Artikel nur über die Veranstaltung berichten musst.

Wenn du dein SEO verbessern willst, dann ist ein Event dazu vielleicht nur ein Schritt von ganz vielen. Denn im Gesamtpaket wirst du Blogartikel zu den richtigen Keywords schreiben, Gastartikel (mit Backlinks) strategisch platzieren und die Kollegen für die Gastartikel vielleicht auf dem Event ansprechen.

4. Ergebnisprotokoll

Ok du warst da. Was hat es dir gebracht?

Auch gern als Aufzählung:

231 km auf dem Tacho, 2 Stunden erhöhte Herzfrequenz (viel zu starker Kaffee), einen Neurodermitis Schub (leider ausversehen Kuhmilch im Kaffee gehabt statt Soja), einen abgebrochenen Absatz am lieblings Stiefel, 23 neue Visitenkarten für den Karteikasten, usw.

5. Nachberichterstattung als Gastbeitrag statt als Zeitungsbericht schreiben

Hat dir einer der Vorträge so dermaßen gut gefallen, dass du die Tipps gleich umgesetzt hast? Hat dir das was gebracht? Wenn ja was?

Schreib über den Vortrag, deine tollen Ergebnisse und geh ruhig ordentlich ins Detail. Was hast du umgesetzt? Wie genau? Hast du davon Fotos gemacht? Wie sind die Ergebnisse? Gibt es ein Flowchart dazu oder eine Grafik, die sich gut pinnen lässt?

Den Artikel kannst du dem Sprecher als Gastartikel anbieten und dir damit einen wertvollen Backlink erarbeiten. Und natürlich dein Netzwerk erweitern. Um jemanden, der dich dann auch kennt und für den du nicht einer von x Leuten im Publikum warst.

Ich habe fest vor, das in diesem Jahr noch mindestens ein mal zu machen.

—-

Ganz wichtig: für deine Nachberichterstattung gibt es kein richtig und kein falsch.

Stell dir einfach nur die richtigen Fragen und entscheide dann, wie du deinen Artikel schreibst.

Für wen schreibst du?

Wem willst du denn eigentlich gerade erzählen, dass du auf einem Blogger Event (oder beim Geburtstag von Tante Gertrud) warst? Deinen Kunden? Deinen Kolleginnen? Oder ist das eher ein Liebesbeweis für die Sponsoren vor Ort oder einen besonderen Kooperationspartner?

Das ist die alles entscheidende Frage. Denn erst wenn du weißt, für wen du schreibst, kannst du auch einen unfassbar krass geilen Artikel schreiben. Ende.

Was willst du erreichen?

Und zwar nicht für dich, sondern für deine Kundin. Wo steht sie zu Beginn deines Artikels und wo danach?

Soll sie dich einfach nur besser kennen lernen? Sollen sie sich vielleicht besser entscheiden können, ob sie nächstes Jahr auch zu dem Event kommt? Soll sie einen Überblick über Trends und Learnings bekommen?

Hast du besonders nette Stories und Anekdoten?

Was muss unbedingt rein? Schreib dir die wichtigsten Dinge noch vor dem ersten Satz auf und ergänze auch gleich Links und Zitate. Dann kannst du beim Schreiben abhaken. So gehst du sicher, dass du nicht ausversehen etwas vergisst. Absichtlich streichen ist natürlich immer erlaubt.

Was soll dein Leser am Ende des Zeitungsberichts tun?

Sich für nächstes Jahr ein Ticket kaufen? Sich diese oder jene Sprecherin auf einer anderen Veranstaltung anschauen? Oder vielleicht deine Webseite anschauen und eins deiner Angebote kaufen?

Such dir eine Sache aus, zu der du dann am Ende auffordern möchtest. Mehr nicht. Wenn das von Anfang an klar ist, kannst du wunderbar darauf zu schreiben. Mit wundervollen Überleitungen und allen Infos am rechten Platz.

Und wenn du die Leser auf deine Webseite schickst, dann sollte die natürlich deine Produkte und Dienstleistungen perfekt in Szene setzen. Wie das geht, habe ich in meinem Buch „Webseiten, die verkaufen“ ganz genau erklärt.

Auf welcher Veranstaltung warst du denn in letzter Zeit und hast du auch einen Bericht geschrieben? Verlinke doch mal in den Kommentaren 😉

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