Webseiten, die verkaufen

Was macht denn ein gutes Online-Angebot aus? Ist es der günstige Preis? Die große Auswahl oder geht es vielleicht um Lieferzeit, Rückgaberichtlinien oder das Porto?

Ganz am Ende habe ich noch ein Interview eingefügt. Andre von Stern und Berg hat mich für ihre Gipfelstürmer als Expertin genau dazu befragt.

Kaufentscheidungen sind emotional

Der Prozess bis zur Kaufentscheidung ist selten rational. Ganz oft hören wir auf unser Bauchgefühl und suchen später rationale Gründe dafür, diese Entscheidung zu begründen.

Es geht also um Werte, Wünsche und Erwartungen unserer Kunden. Um ihre Hoffnungen und Träume.

Kenne deine Stärken

Warum kaufen deine Kunden bei dir? Am besten fragst du sie.

Was macht deine Produkte oder deine Dienstleistung zu etwas ganz Besonderem?

Schau dabei nicht nur auf die offensichtlichen Gründe, sondern denk mal etwas weiter. Das lohnt sich immer.

Lies deine Kundenbewertungen aufmerksam durch. Auch Kritiken und Beschwerden (da siehst du, wo noch Luft nach oben ist).

Kenne deine Wettbewerber

Mach deine Hausaufgaben #TeamStreber !

Schau dir die Webseiten der Wettbewerber an. Lies die Bewertungen auf Google oder bei Amazon (oder wo immer du welche findest).

Erst wenn du siehst, was deine Wettbewerber besonders gut können und wofür deren Kunden sie lieben, kannst du auch identifizieren, wo du dich abheben kannst.

Stell dir zwei Fragen:

  • Wo bist du besser?
  • Wo bist du ANDERS?

Kenne die Regeln und brich sie bewusst. Ich halte im Erstellungsprozess von Webseiten bewsusst nicht an den Prozess, den ich gelernt habe.

Briefing – Erstellung allein im stillen Kämmerlein – Korrekturschleife – Endabnahme.

Ich erstelle die Webseite gemeinsam mit meinen Kunden. Das macht den Erstellungsprozess schneller und die Webseiten viel persönlicher. Sie bilden meine Kunden ab wie ein Portrait.

Wie kannst du das für dich nutzen? Wo brichst du aus der Norm aus?

Investiere in deine Marke

Schau dir mal im Supermarkt die Preisspanne von Alltagsprodukten an. Markenprodukte erzielen immer deutlich höhere Preise.

Bei Milchpulver sind in Deutschland die Reglementierungen so hoch, dass es kaum Unterschiede in der Rezeptur geben darf. Die Preisspanne ist zwischen 3,- und 16,- Euro gigantisch!!!

Es lohnt sich also, in die eigene Marke zu investieren. Erstelle dir ein Logo und fülle dein Style Sheet aus. Halte dich immer an deine Markenfarben und Schriften. Ein einheitliches Erscheinungsbild führt zu einem wiedererkennungswert.

Sind alle Infos auf der Seite?

Hol dir Hilfe und lass deine Seite von einem Testleser auf Herz und Nieren checken. Sind alle Informationen, die deine Interessenten suchen auf der Seite?

Oder warst du beim Erstellen der Seite so nah dran, dass du den Wald vor lauter Bäumen schon nicht mehr gesehen hast. Das kann passieren. Denn du weißt schon alles über deine Produkte. „Selbstverständlichkeiten“ finden dann manchmal nicht den Weg auf die Webseite.

Wenn deine Kunden erst auf die Seiten deiner Wettbewerber müssen, um sich Infos zusammen zu suchen, kann es dir passieren, dass sie auch dort kaufen.

Sind die Infos gut lesbar?

Kurz ist das neue Lang. So wenig Text wie möglich, so viel wie nötig.

Schaffe Orientierung und Übersicht durch Icons und Aufzählungen. Mach viele Absätze und Zwischenüberschriften.

Fließtexte werden nur selten bis zum Ende gelesen. Ich habe auch einen Blogartikel dazu, wie du gute mobile Texte schreibst.

Wie wirkt dein Preis?

Der Preis sollte in einem guten Verhältnis zu deiner Webseite stehen.

Ist deine Seite professionell erstellt, sind deine Bilder vom Fotografen? Dann ist auch ein deutlich höherer Preis gerechtfertigt, als bei einem Shop aus dem Baukasten mit unbearbeiteten Handyfotos.

Nutze die Zahlen, um den Preis ansprechender zu gestalten.

9,90 Euro wirkt deutlich günstiger als 10,- Euro. Und das bei nur 10 Cent Unterschied.

Auch Vergleiche können die Preiswahrnehmung beeinflussen.

Erstelle Pakete, um deine Kunden gezielt zu deinem Lieblings-Angebot hinzuführen.

Für nur ein paar Euro mehr: SO VIEL MEHRWERT.

Verbessere deine Verpackung

Menschen mögen schöne Dinge.

Das funktioniert auch bei Online-Produkten. Investiere ein paar Euro in das Cover deines E-Books und in ein ordentliches Mockup. 

Geld verdienen mit deinem Blog

Lass deine Produkte professionell fotografieren. Oder lerne selbst, deine Produkte perfekt in Szene zu setzen. Ich war dafür extra bei Katja Heil und kann ihre Foto-Workshops zu 100% weiter empfehlen.

Es gibt Gründe dafür, dass Frauen sich schminken, bevor sie ausgehen, um an der Sektbar den Mann fürs Leben von sich zu überzeugen.

Nutze Verknappung

Ein gutes Angebot unterscheidet sich von einem sensationellen Angebot durch die eingeschränkte Verfügbarkeit.

Amazon nutzt dieses Element sehr erfolgreich: „Nur noch 2 Stück verfügbar.“

Oder stelle ein bestimmtes Angebot nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. „Nur diese Woche“.

 

 

Unterstütze deine Kunden bei ihrer Kaufentscheidung

Die Schrauben, an denen du dazu drehen kannst, kennst du jetzt.

Helfe deinen Kunden dabei, ihre Wünsche, Hoffnungen und Träume in Erfüllung gehen zu lassen. Das ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, wie.

Oder frag mich: Ich weiß das nämlich 😉 

 

 

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