Warum ich Webdesign nur noch als Workshop mache

Meine Art, Homepages zu gestalten ist eine ganz Besondere. MeineKunden verbringen einen ganzen Tag bei mir im Büro, um an ihrer Homepage zu arbeiten. Ich beziehe meine Kunden aktiv mit in den Gestaltungsprozess ein. Ich führe sie aktiv und ganz eng durch den Prozess und bringe dadurch ein Tempo in das Projekt, dass meinen Kunden gerade in der anstrengenden Gründungsphase Kraft gibt und sie motiviert.

Denn seien wir mal ehrlich: Bevor ich die Workshop Tage angeboten habe, sah mein Prozess ganz anders aus. Da gab es immer wieder Schwierigkeiten, die meine Kunden Blut, Schweiß und oft auch Tränen gekostet haben. Das muss nicht sein.

Ich plaudere mal ein bisschen aus dem Nähkästchen, damit du dir vorstellen kannst, was so die konkreten Stolpersteine im Prozess waren.

Es fehlt Klarheit über die eigenen Prozesse

Ganz oft fehlen einfach die zahlenden Kunden. Es gibt keine Routinen und Arbeitsabläufe. Details wie Buchungsprozesse sind noch nicht detailliert erarbeitet. Schon gar nicht in der digitalen Varainte, in der automatisiert über die Homepage gebucht werden soll.

Mein Workbook legt dafür die Basis. Die Fragen geben den Rahmen vor und im Laufe des Tages erarbeiten wir die Antworten auf die wichtigsten Fragen gemeinsam. Da bin ich inzwischen routiniert genug, um auch schon die nötigen Tools im Gepäck zu haben.

Meinen Kunden fällt es schwer, die Texte für ihre Homepage allein zu erstellen

Selbst wenn wir besprochen haben, welche Seiten wir für die Homepage erstellen, kommt dann der Teil, an dem die Texte dafür ausformuliert werden müssen. So ein leeres Blatt kann extrem beängstigend sein.
Schreiben ist nicht die Kernkompetenz meiner Kunden. Nur selten ist noch Budget für einen Texter da.
Die Aufgabe wurde also wieder und wieder verschoben. Eigentlich habe ich bei keinem Projekt die Texte fristgerecht geliefert bekommen. Das verzögert den Launch der Webseite. Also den Tag, an dem wir sie online stellen. Und das bremst meine Kunden aus.
Ich habe damals viel probiert, um das zu verbessern. Konsequenzen aufgezeigt und auch mal eine extra Gebühr für das häufige Anmahnen berechnet.

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich gemerkt habe, dass meine Kunden die Texte einfach nicht allein schreiben können.

Ich bin dann dazu übergegangen beim Briefing schon ganz detailliert abzufragen und selbst Notizen zu machen für die Texte, um sie dann selbst zu schreiben. Das war der Zwischenschritt zu den Workshops. Schon das war eine unfassbare Verbesserung zu vorher. Meine Kunden waren viel zufriedener und der Prozess wurde schneller.

Im Alltag bleibt keine Zeit für Hausaufgaben

Gerade für Gründer gibt es unfassbar viele Dinge zu erledigen. Behördengänge, Ämter, Akquise und erste Kundenaufträge (ohne dass es Routinen oder feste Arbeitsabläufe gibt). Das ist oft überwältigend viel. Da fehlt ganz oft die Zeit, um sich in Ruhe passende Fotos auszusuchen oder Kundenstimmen zu sammeln.

Ich kann nicht zählen, wie oft ich meine Kunden daran erinnert habe, das doch noch zu machen. Die Versuchung, das später noch zu ergänzen ist sehr groß. Aufgeschoben wird zu „aufgehoben“. Dabei sind diese Fleißaufgaben oft diejenigen, die dafür sorgen, dass Interessenten zu Kunden werden.

Wenn wir einen ganzen Tag zusammen sitzen, gibt es keine Ablenkungen. Da ist Zeit für solche Dinge. Da werden die Ärmel hoch gekrempelt und es wird abgearbeitet.

Spätestens, wenn meine Kunden sehen, wie viel an so einem Tag umgesetzt werden kann ist klar: Sobald eine Erwqeiterung ansteht, wird einfach noch ein Tag nachgebucht. Oder eben ein Halber.

Hast du schon eine eigene Homepage? Lief das komplett glat oder was hat dir am Erstellungsprozess die meisten Kopfzerbrechen bereitet?

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