Rezension: Beruf und Familie – Passt! von Nicole Beste-Fopma

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Beruf und Familie – Passt!

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf lebe ich ja jeden Tag. Ich bin immer noch glücklich verheiratet, arbeite konsequent im Home Office, habe mich selbständig gemacht, um noch freier in der Einteilung meiner Arbeitszeit zu sein und habe zwei Kinder, bei denen momentan nicht abzusehen ist, dass ich denen eine Therapie finanzieren müsste, wenn sie mich überlebt haben.

Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen ist allerdings ein ziemlicher Drahtseilakt und DIE LÖSUNG schlechthin gibt es leider auch nicht.

Guter Einstieg ins Thema

Schon der Untertitel: “So finden Eltern den richtigen Arbeitgeber” zeigt, dass es durchaus nicht für jede Mama die richtige Lösung ist, sich selbstständig zu machen.

Sie schreibt herrlich ehrlich und geht zuerst mal direkt dahin, wo es am meisten weh tut. Dafür bekommt sie von mir eine 1+ mit Sternchen.

Denn das Thema Vereinbarkeit ist kein Frauenthema. Es ist ein Beziehungs- und Familienthema.

Sie empfiehlt grundsätzlich zu klären, wie die Gesamtarbeitszeit aufgeteilt wird und spricht dabei explizit von Job und Familienarbeit. Wir alle wissen es: was liegen bliebt, macht im Zweifel die Mama.

Es gibt zu vielen Themen Checklisten. So zum Beispiel für die Aufteilung für die Familien- und Hausarbeit.
Ihre Empfehlung: reden, reden, reden.  Und bereit sein, für Veränderungen.

Weitblick

Und sie redet über Konsequenzen der traditionellen Aufteilung (Mama in Teilzeit). Nämlich Altersarmut. Das finde ich noch wichtiger, seitdem nicht mehr grundsätzlich ganz altmodisch vor der Geburt geheiratet werden “muss”.
Denn in der ersten Verliebtheit, möchte man doch nicht mit so schnöden Themen kommen wie Versorgungsausgleich. Sollte man aber.

Zielgruppe: studierte Frauen

Die Zielgruppe ist recht spitz gefasst. Das wird zwar so nicht offen ausgesprochen, aber welche Arzthelferin kann sich schon im Bewerbungsprozess über ein Unternehmensblog oder einen Geschäftsbericht informieren?

Ich denke Handwerk/Pflege und auch Berufe mit Schichtarbeit haben noch mal ganz andere Anforderungen, die hier gar nicht angesprochen werden.

Gute Tipps für den Bewerbungsprozess

 Was muss man im Lebenslauf angeben? Wo ist Spielraum? Wie kann man die eigene Situation durch kreativ Formulierung etwas aufhübschen?
Was darf gefragt werden? Wie kann man darauf antworten?

Alles wird gut

Der Abschluss ist positiv realistisch: man kann nicht alles haben. Aber man kann selbst entscheiden, WAS man haben will.
Und damit die Weichen selbst stellen für ein Leben, in dem sich Familie und Job gut vereinbaren lassen.

Fazit

Gelungener Einstieg ins Thema. Wenn man studiert hat und sich in einem mittelgroßen Unternehmen oder in einen Konzern sieht. 
Am besten haben mir die Info-Boxen für Querleser gefallen. Denn die kann man auch mit Kind auf dem Arm aufnehmen. Mega pragmatisch! 

 

 

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