Nein-Sagen! Mut zur Veränderung und neuen Zielen!

Sabrina von Wunschkind – Herzkind – Nervkind habe ich in meinem Workshop kennen gelernt. Was ein Glück!

Denn ich stalke alle meine Teilnehmer vorher und dabei habe ich das schönste Kinderbad aller Zeiten gesehen. Ich schwöre, dieser Blogbeitrag hat meine Ehe verändert. Naja, zumindest die Bereitschaft meines Mannes, die Kinder zu hüten, während ich arbeite, um dann die nächsten 27 Monate in der Endlosschleife zu hören “Schatz, bau uns doch auch so ein Kinderbad”.

Sabrinas Statement Piece sind die Perlenohrringe und ihr Lächeln. Ich bewundere sie für ihre Geduld und ihre Zuversicht. Denn ihr neues Projekt wird ihr einiges abverlangen. Aber lies selbt:

Heute möchte über ein mir sehr wichtiges Thema! Wir haben alle Ziele im Leben, wir haben Verantwortungen, wir übernehmen Aufgaben, wir sind damit mal mehr, mal weniger ausgelastet.

Mit all diesen Zielen und Verantwortlichkeiten müssen wir uns wohlfühlen und mit unseren vorhandenen Ressourcen zurechtkommen,um allesgut meistern zu können. Ich kann meine Ziele nicht erreichen, wenn ich dafür nicht die Kraft und/oder Zeit habe. Ich kann meine Ziele nicht erreichen, wenn andere Aufgaben mehr Aufmerksamkeit benötigen.

Als Mama verändere ich mich!

Als Mama können sich dann auch langjährige Aufgaben und Verantwortlichkeiten einfach verschieben und neu aufstellen. Als Mama habe ich nochmal komplett neu gelernt, mich zu organisieren. Aufgaben und Ziele werden nach Prioritäten und Sinnhaftigkeit überdacht und angepasst. Und ich muss dabei ehrlich zu mir selbst sein!

Langjährige Ziele können sich ändern! Das ist ok!

Als Beispiel möchte ich hier meine langjährige Tierschutzarbeit nennen. Im Jahre 2006 habe ich einen Verein gegründet, der sich ehrenamtlich um die Aufnahme von Meerschweinchen, deren Pflege und Vermittlung bemüht. Von Anfang an war ich im Vorstand und immer mit einer helfenden Hand oder sogar beiden Händen dabei, wo es nötig wurde. Ich hatte die Zeit und Ressourcen dafür. Ich war gerade 23 Jahre alt und hatte keine sonstigen Verantwortlichkeiten. Ich konnte meine Zeit frei einteilen, wie ich es wollte. Ich ging in meiner ehrenamtlichen Arbeit völlig auf. Mein Ziel war es, im Tierschutz und speziell für Meerschweinchen, etwas zu bewegen.

2012 wurde mein Sohn geboren und ich hatte eine neue Verantwortung. Ich war nun Mama und ein kleines Menschlein forderte plötzlich viel Zeit von mir. Ich musste mich neu organisieren und meine bisherige freie Zeit, war nun nicht mehr so frei. Die Zeit für den Tierschutz und als 1.Vorsitzende wurde weniger. Und ich überlegte schon damals, ob ich mein Amt noch verantwortungsvoll ausführen kann. Meine KollegInnen fingen mich ab und übernahmen einige Aufgaben, die ich daraufhin umstrukturierte. Wir sprachen miteinander. Sie wussten genau, warum ich dies tat! Es ist keine Schwäche zu sagen, ich schaffe etwas nicht mehr! Es hilft den anderen Menschen, die mit mir zusammenarbeiten oder die etwas von mir erwarten ungemein,sich ebenfalls neu strukturieren zu können.Sie erwarten und warten nicht auf etwas, was sie nicht bekommen werden. Negative Stimmungen werden dadurch unterbunden und auch ich selbst bin glücklicher, da ich keinen Ballast habe, von dem ich weiß, ich müsste ihn erledigen, aber ich habe dafür garnicht die Zeit!

Das Leben verändert Ziele! Sei ehrlich zu dir!

2015 wurde dann die Tochter geboren und sie stellte mein Leben komplett auf den Kopf! Sie lebte auf mir. Ich konnte nichts ohne sie machen und ich konnte nichts für mich machen! Ich stellte fest, ich kann das Amt als 1.Vorsitzende nicht mehr ausführen. Egal, wie viele Aufgaben meine KollegInnen mir noch abnehmen wollten, das Amt habe ich inne und damit eine Verantwortung, die ich nicht leisten kann. Meine Tochter brauchte mich völlig und das bisschen Luft, welches mir noch blieb, konnte und wollte ich nicht mehr für meine bis dahin geliebte Tierschutzarbeit aufwenden. Sie war Ballast für mich geworden, den ich nicht mehr haben wollte. Nun war eine Zeit gekommen, in welcher ich klar zu mir stehen musste! Ich musste “Nein-sagen” zur Tierschutzarbeit, zu meinem langjährigen Ziel, zu meinem bisherigen “Baby”, welches ich mitbegründet habe. Es musste andere Menschen geben, die dies nun übernehmen und ich musste ehrlich zu mir und ehrlich zu meinen KollegInnen sein. Dieser Schritt war nicht leicht, denn ich wusste, sie haben sich auf mich verlassen. Ich habe den Verein über 8,5 Jahre zu aller Zufriedenheit geleitet. Aber was würde es bringen, mich unglücklich zu machen, weil ich meine ganzen Aufgaben nicht erfüllen kann und auch den Verein, der nicht mehr gut geleitet werden würde, da mir hierfür einfach die Kraft fehlt? Mein Feuer für die Tierschutzarbeit, dieses Licht was all die Jahre in mir brannte, war erloschen. Es war Zeit loszulassen! Und das tat ich auch!

Nein-Sagen ist befreiend!

Es war befreiend! Die ersten Wochen ohne diese Verantwortung waren so erleichternd! Ich habe mich nicht völlig von der Tierschutzarbeit gelöst. Ich übernehme weiterhin kleine Aufgaben im Verein, in dem Rahmen, den ich leisten kann.

Und plötzlich, da kam eine Bekannte auf mich zu: “Willst du mit mir eine Schule gründen?”

Neue Ziele entstehen durch ein Feuer

Und da war es wieder, das Feuer! Das Licht! Ein Ziel, welches schon lange in mir drin war, aber ich alleine nie hätte leisten und bestreiten können.

Es ist irgendwie verrückt! Ich schaffe Zeit und Ressourcen, gebe etwas auf, um mich wieder besser organisieren zu können und mich selbst zu stärken und plötzlich ist da schon wieder ein neues Ziel, eine neue verantwortungsvolle Aufgabe! Aber kann ich dazu Nein sagen? Will ich das überhaupt?

Ich merke, wie sehr mich diese Aufgabe fesselt, denn sie ist wichtig für die Zukunft meiner Kinder. Ich sehe hier einen wichtigen Baustein für das weitere Leben meiner Kinder. Das treibt mich an, das gibt mir Kraft.

Wenn ich für ein Ziel brenne, dann bilden sich neue Kräfte!

Ich habe nicht versagt, weil ich ein Ziel aufgegeben habe. Ich habe es in andere verantwortungsvolle Hände abgegeben. In Hände, die dafür brennen, die Zeit und Ressourcen dafür haben! Solche Hände sind wichtig für die Tierschutzarbeit. Gesteht man sich ein, dass man etwas nicht mehr leisten kann/ oder möchte, ist dies keine Schwäche, sondern Stärke. Ich bringe niemandem etwas, wenn ich meine Aufgabe nicht gut erfüllen kann! Bin ich ehrlich, kann sich dadurch etwas verändern!

Wenn ich für ein Ziel brenne, dann bilden sich neue Kräfte und Ressourcen, die ich dachte,nicht mehr zu haben.

Ich brenne für meine Kinder und für eine Bildungsweise, die unseren Kindern ermöglicht in ihren Tempo, zu ihrer Zeit und nach ihrer inneren Motivation zu lernen und zu wachsen. Diese Flamme, soll ein großes Feuer werden und daraus soll eine Schule entstehen. Gegründet mit vielen weiteren Eltern, die ebenfalls dafür brennen.

Veränderungen sind keine Schwäche!

Ziele bringen Neues und Wunderbares hervor! Sie sind ein Motivator und können mich zu Höchstleistungen bringen. Ziele können aber auch unerreichbar sein. Ich muss mir eingestehen, wenn ich unnötige oder nicht vorhandene Kraft und Energie verschwende, um sie erreichen zu wollen. Ich muss immer im Einklang mit mir bleiben.

Ich möchte nun enden und mit meinem Beispiel möchte ich euch eines mitgeben:

Seid ehrlich zu euch! Habt Mut zum Nein-Sagen und Mut euch zu verändern und Neues zu wagen! Wenn ihr “scheitert”, wird etwas Neues kommen. Ihr werdet an Allem, das kommt, wachsen. Ganz bestimmt!

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