5 einfache Möglichkeiten einen Veranstaltungsbericht zu schreiben

Blogger Event und jetzt?

Das kennst du sicher auch: da war – mal wieder – ein super cooles Blogger Event und alle waren da. Naja, halt alle aus deiner Internet-Bubble. Außer dir. Terminkollision, Kind krank. Kann ja mal passieren.

Prinzipiell keine große Sache, denn was du verpasst hast kannst du ja nachlesen. Oder nachschauen. Auf den Blogs der Kolleginnen und auf den zugehörigen Instagram Accounts. Einfach mal schnell den Hashtag auf Twitter und Insta eingeben und sich durch klicken.

Allerdings habe ich da oft nach dem zweiten Bericht schon die Nase voll. Denn meist wird einfach nur anhand der Timeline und dem Programm abgearbeitet. Gerade, wenn zu erwarten ist, dass du nicht die einzige bist, die über ein Event berichtet, ist es eine Überlegung wert, mal etwas anderes zu probieren. Dich aus der Masse abzuheben und gegen den Strom zu schwimmen.

Aber ich zeige erst mal, was überhaupt denkbar ist:

1. Klassischer “erstens, zweitens, drittens” – Bericht.

Mit Sicherheit die einfachste Möglichkeit, von so einem Tag zu berichten. Oder von jedem anderen Tag.

Liste einfach auf, was du erlebt hast und was dir passiert ist. Wen hast du getroffen? Was gegessen? Kurze Anmerkung dazu, ob es dir gefallen (geschmeckt) hat und schon bist du fertig.

2. “Best Of” Bericht

Kurz ist das neue lang. Naja. Zumindest kann man sich auch ein Highlight heraus greifen und das dann in epischer Breite beschreiben. Oder auch nur ganz kurz.

Oder mit nur einem Video auf Instagram.

3. Veranstaltungsbericht mal in der Nebenrolle

Setze die Veranstaltung in Relation zu einem größeren Zusammenhang. So habe ich das Elternbloggertreffen im Südwesten zum Beispiel als Beispiel dafür erwähnt, “warum Blogger Events so super wichtig sind”. Die #denkst in Nürnberg als Anlass dazu genommen, darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, Veranstaltungen auch ordentlich nachzubereiten.

Eine Veranstaltung kann auch mal eine Nebenrolle spielen. Es gibt keine Regel dafür, dass du in deinem Artikel nur über die Veranstaltung berichten musst.

Wenn du dein SEO verbessern willst, dann ist ein Blogger Event dazu vielleicht nur ein Schritt von ganz vielen. Denn im Gesamtpaket wirst du Blogartikel zu den richtigen Keywords schreiben, Gastartikel (mit Backlinks) strategisch platzieren und die Blogger für die Gastartikel vielleicht auf der FamilyCon ansprechen. So kannst du auch darüber berichten.

4. Ergebnisprotokoll

Ok du warst da. Was hat es dir gebracht?

Auch gern als Aufzählung:

231 km auf dem Tacho, 2 Stunden erhöhte Herzfrequenz (viel zu starker Kaffee), einen Neurodermitis Schub (leider ausversehen Kuhmilch im Kaffee gehabt statt Soja), einen abgebrochenen Absatz am lieblings Stiefel, 23 neue Visitenkarten für den Karteikasten, usw.

5. Nachberichterstattung als Gastbeitrag

Hat dir einer der Vorträge so dermaßen gut gefallen, dass du die Tipps gleich umgesetzt hast? Hat dir das was gebracht? Wenn ja was?

Schreib über den Vortrag, deine tollen Ergebnisse und geh ruhig ordentlich ins Detail. Was hast du umgesetzt? Wie genau? Hast du davon Fotos gemacht? Wie sind die Ergebnisse? Gibt es ein Flowchart dazu oder eine Grafik, die sich gut pinnen lässt?

Den Artikel kannst du dem Sprecher als Gastartikel anbieten und dir damit einen wertvollen Backlink erarbeiten. Und natürlich dein Netzwerk erweitern. Um jemanden, der dich dann auch kennt und für den du nicht einer von x Leuten im Publikum warst.

Ich habe fest vor, das in diesem Jahr noch mindestens ein mal zu machen.

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Ganz wichtig: für deine Nachberichterstattung gibt es kein richtig und kein falsch.

Stell dir einfach nur die richtigen Fragen und entscheide dann, wie du deinen Artikel schreibst.

Für wen schreibst du?

Wem willst du denn eigentlich gerade erzählen, dass du auf einem Blogger Event (oder beim Geburtstag von Tante Gertrud) warst? Deinen Stamm-Leserinnen? Deinen Kolleginnen? Oder ist das eher ein Liebesbeweis für die Sponsoren vor Ort oder einen besonderen Kooperationspartner?

Das ist die alles entscheidende Frage. Denn erst wenn du weißt, für wen du schreibst, kannst du auch einen unfassbar krass geilen Artikel schreiben. Ende.

Was willst du erreichen?

Und zwar nicht für dich, sondern für deine Leserin (ich fang hier jetzt nicht mit Gender an). Wo steht sie zu Beginn deines Artikels und wo danach?

Soll sie dich einfach nur besser kennen lernen? Soll sie sich vielleicht besser entscheiden können, ob sie nächstes Jahr auch zu dem Event kommt? Soll sie einen Überblick über Trends und Learnings bekommen?

Hast du besonders nette Stories und Anekdoten?

Was muss unbedingt rein? Schreib dir die wichtigsten Dinge noch vor dem ersten Satz auf und ergänze auch gleich Links und Zitate. Dann kannst du beim Schreiben abhaken. So gehst du sicher, dass du nicht ausversehen etwas vergisst. Absichtlich streichen ist natürlich immer erlaubt.

Was soll deine Leserin am Ende des Artikels tun?

Kommentieren? Sich für nächstes Jahr ein Ticket kaufen? Sich diese oder jene Sprecherin auf einer anderen Veranstaltung anschauen?

Such dir eine Sache aus, zu der du dann am Ende auffordern möchtest. Mehr nicht. Wenn das von Anfang an klar ist, kannst du wunderbar darauf zu schreiben. Mit wundervollen Überleitungen und allen Infos am rechten Platz.

Auf welcher Veranstaltung warst du denn in letzter Zeit und hast du auch einen Bericht geschrieben? Verlinke doch mal in den Kommentaren 😉

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